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Schömberg Schulkomplex ist jetzt eine Baustelle

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Karl-Josef Sprenger, Hans-Joachim Lippus und Anke Holtz lassen sich von Hermann Dannecker (von links) das verwendete Dämmmaterial zeigen. Foto: Visel

Schömberg - Mit Hochdruck wird an der energetischen Sanierung des Schömberger Schulkomplexes gearbeitet. Zudem kommen alle alten Fenster raus, neue werden eingebaut. Jedes Klassenzimmer erhält eine Fluchttür, die im Brandfall ins Freie führt. "Ich bin zuversichtlich, dass zum Schulbeginn alle Klassenzimmer fertig sind", sagt Architekt Hermann Dannecker als er Schömbergs Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, den Geschäftsführer des Gemeindeverwaltungsverbands, Hans Joachim Lippus, und die Schömberger Stadtbaumeisterin Anke Holtz durch das Schulzentrum führt.

Der dritte Bauabschnitt beinhaltet die energetische Sanierung, den Einbau neuer Dreh- und Kippfenster samt Fluchttüren und den Bau der Feuerstege und -treppen. Zudem gibt es am Eingang und am Hinterausgang einen Windfang. Und der Chemiesaal wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Weil die Ausschreibung um rund 300.000 Euro unter den veranschlagten Kosten von 2,1 Millionen Euro geblieben ist, wird gleich auch der Küchentrakt energetisch saniert. Zudem wurde einer der beiden Öllagerräume in einen Lagerraum umgebaut.

"Dann ist immer noch Geld übrig", betonen Sprenger und Lippus. Dannecker schränkt ein: "Wir werden das Geld brauchen. Denn es gibt immer wieder Dinge, die man nicht vorhersehen kann."

Die aktuelle Baumaßnahme am Schulzentrum lässt sich sehen. Dannecker: "Alle 36 Klassenzimmer sind von den Bauarbeiten betroffen." Denn ringsum werden die Fenster ausgetauscht. Auch danach ist noch lange nicht Schluss. In einer weiteren Phase geht man daran, die Heizung zu optimieren. "Wir brauchen jährlich für den gesamten Komplex mit Schule, Hallenbad und Sporthallen 120.000 Liter Öl im Jahr. Und die Kosten dafür haben sich in den vergangenen Jahren verdoppelt." So ist laut Sprenger daran gedacht, eventuell ein Blockheizkraftwerk zu installieren: "Das ist sinnvoll", sagt Dannecker. Aber auch im Innern des Schulgebäudes ist man nach dem dritten Bauabschnitt nicht fertig. "In Zukunft werden wir kleinere, dafür aber mehr Klassenräume brauchen", informiert Sprenger. So sei absehbar, dass man die bestehenden irgendwann umbauen müsse. Um dafür hinsichtlich der Fassade gewappnet zu sein, werden die Fensterbänder so gestaltet, dass man hinterher die Innenwände ohne große Probleme versetzen kann.

Die Betonfassade wird mit 20 Zentimeter starkem Dämmmaterial verkleidet. Im Bereich des Fundaments wird Schaumstoff verwendet, über der Erde nicht brennbare Mineralwolle.

Weil von der Baumaßnahme sowohl die Real- als auch die Werkrealschule betroffen sind, sind auch die beiden Schulträger, die Stadt und der Gemeindeverwaltungsverband mit im Boot. Das Schulzentrum ist Ende der 1960er-Jahre gebaut worden. Erweitert und aufgestockt wurde in den 80er- und 90er-Jahren. Zudem wurden der Physiksaal modernisiert, zwei PC-Räume eingerichtet, die Fachräume auf den neuesten Stand gebracht. Zwei Millionen Euro wurden 2005/2006 ins Hallenbad gesteckt; der erste und zweite Bauabschnitt am Schulzentrum kosteten zusammen 1,1 Millionen. Und die Stadt hat dazu die neue Sporthalle gebaut. "In den vergangenen zehn Jahren haben die Gemeinden im Oberen Schlichemtal in den gesamten Komplex an die zehn Millionen Euro gesteckt", betonen Sprenger und Lippus.

Der Rundgang durchs Schulgebäude führt auch aufs Dach im Block A. Die beiden Flachdächer erhalten eine neue Bitumenschicht, eine zeitgemäße Dämmung und eine Kiesschüttung. Im Treppenhaus sind die Fenster schon ausgebaut. Mit dem Kranwagen werden die neuen Elementen in den zweiten und dritten Stock gehievt. Zum Schluss führt Dannecker die kleine Abordnung in den Chemiesaal, der neu ausgestattet wird. Kurz Halt gemacht wird dann in der Schulaula, die ebenfalls ein neues, repräsentatives Gesicht erhält.

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