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Schömberg Schömberger Fischer ärgern sich über Schildkröten im See

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Am Schömberger Stausee ist am Sonntagmorgen eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte gefunden worden. Foto: Weihrauch Foto: Schwarzwälder Bote

Schömberg. Sie hat einen auffallend gelben Fleck auf der olivefarbenen Haut an beiden Seiten des Kopfes und ist hierzulande eigentlich nicht heimisch: Am Schömberger Stausee ist am Sonntagmorgen beim Viadukt eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte gefunden worden. Sie sei nicht die einzige, die sich in den ortsnahen Gewässern tummelt, weiß Karl-Heinz Seybold, der Vorsitzende des Fischereivereins Schömberg-Balingen. Schildkröten werden immer wieder gesichtet, sei es am Stausee oder beispielsweise bei den Schieferseen. Und das liegt daran, dass "konstant welche ausgesetzt" werden, so Seybold.

Genauso wie ausgesetzte Goldfische, sind Schildkröten in heimischen Gewässern ein größeres Problem, als ihren vormaligen Besitzern klar ist. Denn sie sind sogenannte invasive Arten.

"Diese Tiere tragen Krankheiten in sich – den Koi-Herpes-Virus oder die Krebspest -, die für heimische Arten tödlich sein können, weil sie dafür keine Abwehrstoffe bilden", erklärt Seybold. Diesen Krankheiten sei man dann "machtlos ausgeliefert" und schon ein paar Goldfische könnten auf diese Weise eine ganze Karpfen-Population ausrotten.

Karl-Heinz Seybold glaubt nicht, dass die Schildkröten sich in den hiesigen Gewässern wirklich vermehren könnten. Und die Goldfische würden durch die Raubfische dezimiert. Dennoch ärgert er sich: "Wir müssen Fische mit Gesundheitszeugnis kaufen und können nur hoffen, dass wir bisher von diesen Krankheiten verschont geblieben sind."

Der Fischerei-Vorsitzende appelliert: "Die Leute müssen kapieren, dass sie ihren Hugo, oder wie das Tier heißt, nicht einfach in den See schmeißen können."

Der Besitzer besagter Schildkröte kann sich beim Fundamt im Bürgermeisteramt Schömberg, Telefon 07427/94 02 14, melden.

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