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Schömberg Schömberg bekommt Rekord-Fördersumme

Von
Landtagsabgeordneter Thomas Blenke (von links), Tourismusminister Guido Wolf und Bürgermeister Matthias Leyn bei der Übergabe des Förderbescheids. Fotos: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Wenn der Schömberger Kämmerer Ralf Busse zum Euphonium (das Wort bedeutet "Wohlklang") und Gemeinderat Udo Bertsch zum Tenorhorn greifen, um als neu formiertes "Glücks-Duo" wahre "Freudentöne" hören zu lassen, muss das schon ein wirklich ganz besonderer Anlass sein.

Schömberg. Ein Besuch von Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) im Schömberger Kurhaus zum Beispiel. Vor allem, wenn er – wie diesmal – einen "richtig dicken Umschlag" dabei hat: stolze 1,235 Millionen Euro Förderung für den geplanten neuen Aussichtsturm in Oberlengenhardt. Das Geld stammt aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm und stellt die (mit Abstand) höchste Fördersumme aus diesem Topf in diesem Jahr dar – und gilt auch als eine der höchsten Förderungen dieser Art überhaupt.

Defacto beteiligt sich das Land damit an dem "touristischen Leuchtturmprojekt" (Zitat Wolf) mit gut 50 Prozent der Gesamtkosten, die zuletzt mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt worden waren. Grund für diese, für Schömberg auch unerwartet hohe Förderung: Zum einen, wie der Minister ausführte, werde damit der hohe Stellenwert gewürdigt, den Schömberg im Kanon der baden-württembergischen Tourismus-Destinationen schon heute einnimmt. "Sie sind heilklimatischer Kurort, einer der wenigen in Deutschland." Schömberg sei zudem als "Premium-Class"-Kurort zertifiziert. "Sie spielen damit in der absolut obersten Liga mit."

Gelungenes Gesamtpaket

Außerdem passe sich "das gelungene Gesamtpaket" des Aussichtsturms mit seinen angeschlossenen Attraktionen ("Fly-Line" und "Flying-Fox") sehr gut in die touristische Gesamtkonzeption für den (Nord-)Schwarzwald und auch gesamt Baden-Württemberg ein – was sich ebenfalls ausdrücklich in der außerordentlichen Höhe der Landesförderung niedergeschlagen habe. Und schließlich unterstütze man mit der Förderung den Umstand, dass sich die Gemeinde Schömberg selbst hier als Investor einer eigenen touristischen Attraktion engagiere. Wobei man seitens des Landes anfangs sich schon auch gefragt habe, ob sich die Gemeinde mit diesem Projekt nicht auch übernehme. Aber, so Wolf weiter, "das Projekt ist gut und solide geplant". Vom Erfolg sei man schon heute "absolut überzeugt".

Mögliche Kompromisse

Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn erinnerte in seiner Dankesrede für den enormen Förder-Scheck daran, dass "kein anderes Projekt im Ort so sehr diskutiert" worden sei wie der Aussichtsturm. Es sei aber gelungen, sich mit der Kritik von Seiten der Bürger "sachlich und angemessen auseinanderzusetzen", um am Ende die möglichen Kompromisse auszuloten – und diese auch letztlich umzusetzen. Ausdruck davon sei die vollzogene Verlegung des geplanten Standorts für den Aussichtsturm und die so möglich gewordene Herstellung einer direkten Verbindung des Turm mit dem Schömberger Kurpark. "Wir sind überzeugt, mit dieser Investition einen hohen Mehrwert für zu schaffen" – für die Gemeinde, die Bürger, die Gäste "und die gesamte Region".

Mit der Zusage der Förderung beginne nun aber auch die konkrete Arbeit zum Aufbau des Aussichtsturm – der in Holzbauweise (am liebsten aus heimischen Hölzern) mit einem Stahlskelett (inklusive einem Panorama-Aufzug für den barrierefreien Zugang) errichtet werden soll und mit später 55 Metern Höhe als höchster Turm seiner Art in ganz Deutschland gelten werde. Grundsätzlich, so erläuterte Leyn am Rande des kleinen Festakts zu Übergabe des Förderbescheids, läge die Baugenehmigung ("Roter Punkt") für den Bau des Turmes bereits vor. Allerdings habe man sich noch mal für eine "leichte Drehung" der Konstruktion gegenüber den ursprünglichen Planungen entschieden, was noch einmal eine "Nach-Genehmigung" bedürfe.

Wenn die vorliegt, sollen Ausschreibung, Auftragsvergaben und erster Spatenstich zügig erfolgen – möglichst noch in diesem Herbst. Klappt (weiter) alles wunschgemäß, könnte bereits im kommenden Sommer Eröffnung gefeiert werden – wozu man dann hoffe, auch Minister Wolf wieder in Schömberg begrüßen zu können.

Der sagte tatsächlich – gemeinsam "mit meinem Freund Tom Blenke" – seinen weiteren Besuch zu. Wobei MdL Thomas Blenke (CDU) augenzwinkernd schon mal darauf bestand, dass der Minister sich dann aber zuerst mit einer der Seilbahnen vom Turm zu stürzen habe. Gehe das gut, "fahr ich hinter". Wenn’s nicht gut gehe, so Blenke scherzhaft weiter, "wird dann wohl ein Job frei" in der Landesregierung...

Bisher hieß der geplante Aussichtsturm, den die Gemeinde Schömberg in den nächsten Monaten in ihrem Ortsteil Oberlengenhardt errichten will, in den diversen Planungs-Unterlagen immer "Aussichtsturm Zollernblick" - weil man vom ursprünglich geplanten Standort aus bis zur "blauen Wand" der Schwäbischen Alb hätte blicken können.

Aber das sei stets nur ein "Arbeitstitel" gewesen, sagte Bürgermeister Matthias Leyn beim Festakt zur Übergabe des Förderbescheids der Landesregierung für dieses Projekt. Ein Arbeitstitel, der nun am neuen, finalen Standort des Turmes auch nicht mehr so gut funktioniere – weshalb man sich im Tourismus-Beirat der Gemeinde Gedanken über einen neuen, besser passenden Namen gemacht habe.

Das Ergebnis – samt passendem Logo – enthüllten Leyn und Tourismus-Minister Guido Wolf dann gemeinsam: "Himmelsglück" in Anlehnung an das Profil Schömbergs als "Glücksgemeinde" soll der Aussichtsturm nun künftig heißen.

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