Mit dem Handwagen und dem großen Holzkreuz sind die Schömberger "20er" gestern durchs Städtle gezogen und haben Salzheringe verkauft. Station machen sie auch in der Bäckerei Besenfelder (links) und in der Stauseehalle, wo sich die mit dem Aufräumen beschäftigten Narrenräte über die Heringsbrote freuen. Fotos: Riedlinger Foto: Schwarzwälder-Bote

Die "20er" sammeln Geld, um ihre während der tollen Tage angefallenen Schulden begleichen zu können / Fackelfeuer am Sonntag

Von Elena Riedlinger

 

Schömberg. Nach einer erlebnisreichen, aber auch harten Fasnetswoche sind am gestrigen Aschermittwoch die Schömberger "20er" noch einmal durch die Straßen gezogen und haben Salzheringe verkauft.

Viele Schömberger nahmen nach den tollen Tagen ihre Arbeit wieder auf, während sich andere zu Hause von der turbulente Zeit erholen konnte. Nicht so die "20er": Die Jahrgangsmitglieder waren seit dem Morgen noch einmal in Frack und mit dem Zylinder auf dem Kopf im Städtchen unterwegs, um saure Heringe an die hungrigen Bürger in den Geschäften und Betrieben zu verteilen.

Auch Passanten auf der Straße, Bürgermeister Karl-Josef Sprenger und die Narrenräte, die in der Halle mit dem Aufräumen beschäftigt waren, versorgten die "20er" mit der salzigen Delikatesse.

Als Dank wurde kräftig für die "20er"-Kasse gespendet, schließlich müssen noch die Rechnungen des Jahrgangs, die während der Fasnet in den örtlichen Gaststätten hinterlassen wurden, beglichen werden.

Außerdem wurde von jeder Station etwas mitgenommen und an einem großen Holzkreuz befestigt, welches am Fackelsonntag beim Fackelfeuer verbrannt wird.

Die vergangene Woche, während der die "20er" fast pausenlos auf den Beinen waren und überall für Stimmung gesorgt haben, war "sehr anstrengend", da sind sich alle Fasnetsjahrgänger einig. Gleichzeitig seien die närrischen Tage aber auch "einzigartig und unvergesslich" gewesen.

Bis zum Sonntag muss nun noch das Fackelfeuer vorbereitet werden. Dann drehen die "20er" vorerst zum letzten Mal singend ihre Runden – symbolisch endet damit die Jugendzeit der jungen Schömberger.