Der Gemeinderat Schömberg stimmte der Erweiterung des Plettenberg-Abbaugebiets zu und erhebt auch gegen die Änderung des Landschaftsschutzgebiets Großer Heuberg keine Bedenken. Foto: Archiv

Bürgermeister Sprenger informiert Gemeinderat über Treffen der Workshop-Gruppe. "Berg wird nicht geköpft."

Schömberg - "Das Abbaugebiet muss sich auf das unbedingt notwendige Maß beschränken", betont die Stadt Schömberg in ihrer Stellungnahme zur Änderung des Regionalplans hinsichtlich des Plettenberg-Abbaus.

Der Gemeinderat stimmte daher der Erweiterung des Abbaugebiets zu und erhebt auch gegen die Änderung des Landschaftsschutzgebiets Großer Heuberg keine Bedenken. Wie berichtet, muss das Erweiterungsgebiet auf Maßgabe des Landratsamts aus dem Schutzgebiet herausgenommen werden.

In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Karl-Josef Sprenger das Gremium über das am Mittwoch auf dem Plettenberg stattgefundene Treffen der Workshop-Gruppe Rekultivierung. So sei nun klar, dass die so genannte Nordkulisse in Richtung Schafberg, deren Abbau bereits genehmigt sei, bald abgetragen werden soll. In diesem Fall könne die Rekultivierung ab 2029 fortgeführt und das Gebiet dann wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, die Kulisse zunächst stehen zu lassen und zuerst die Süderweiterung in Angriff zu nehmen. Dann aber wäre bis 2045 keine Zugangsmöglichkeit für Wanderer gegeben.

Sprenger betonte, dass Holcim ab 2018 die Süderweiterung angehen wolle, sofern die Genehmigung vorliege. Es könne aber keine Rede davon sein, dass der Plettenberg um 60 Meter geköpft werde, wie dies etwa der ehemalige Dotternhausener Bürgermeister, Norbert Majer, dargelegt hatte: "Diese Angst kann man den Bürgern nehmen."

Natürlich, so Sprenger weiter, wäre es schön, wenn man den Plettenberg so belassen könnte. Mit dem Abbau sei ein massiver Eingriff in die Natur verbunden, der aber vertretbar sei. "Das ist halt die Schattenseite der Wohlstandsgesellschaft", sagte er. Der Rohstoffabbau und die damit verbundenen Arbeitsplätze seien wichtig. "Wenn in Afrika Rohstoffe in großem Stil abgebaut werden, interessiert uns das nicht. Beim Plettenberg spüren wir aber die Auswirkungen direkt." Sprenger führte weiter aus, dass die Rekultivierung auf dem Plettenberg schon große Fortschritte gemacht habe. "Seit 2014 ist einiges geschehen."

Dass die Nordkulisse zuerst geöffnet wird, um das Abbaugebiet so bald wie möglich wieder rekultivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sei auch das Ziel der Gemeinde Dotternhausen, sagte Bürgermeisterin Monique Adrian auf Nachfrage.

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