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Schömberg Paten geben Jugendliche ihren Erfahrungsschatz weiter

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In der Ludwig-Uhland-Schule werden weitere Paten gesucht. Regelmäßigen Austausch pflegen (von links) Birgit Riedel, Brigitte Prutner, Klaus Hammer, Alice Merkle , Waltraut Graf-Rieder, Wolfgang Borkenstein, Dieter Thielbeer und Birgit Kessler. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Steffi Stocker

Schömberg. Pubertät und gleichzeitig berufliche Orientierung sowie passende schulische Leistung prägen die Jugendzeit. Da können Bezugspersonen außerhalb der individuellen Umfelder diverse Stressfaktoren reduzieren. Mit dieser Erkenntnis und dem Wissen um die Kenntnisse erfahrener Erwachsener installierte der Kreisjugendring Patenschaften.

Soll heißen, engagierte Personen begleiten eine gewisse Zeit lang Schüler, widmen ihnen wöchentlich ein bis zwei Stunden. "Der Schatz an Erfahrungen der Paten relativiert bei vielen Jugendlichen das eigene negative Bild", berichtet Birgit Riedel. Sie hat die Projektleitung für "individuelle Lernbegleitung", die beim Kreisjugendring im Calwer Landratsamt angesiedelt ist.

"Unsere Schüler sind tolle Menschen und erkennen durch Paten eigene Stärken, denn sie können etwas", bringt Dieter Thielbeer es auf den Punkt. Der Konrektor der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) in Schömberg kannte diese Form der Lernbegleitung seither nicht. Gleichwohl ist er vom Mehrwert für die Schüler überzeugt, da es sich dabei nicht um eine Nachhilfeleistung handelt.

Vielmehr ist es die Unterstützung, auf dem Weg in das Berufsleben Kontakte zu knüpfen, sich zu organisieren oder andere und neue Perspektiven zu erhalten. "Durch diese direkte eins zu eins Beziehung werden Strukturen und Persönlichkeiten stabilisiert", weiß der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Wolfgang Borkenstein um die Erfolge, wird das Projekt doch bereits seit sieben Jahren im Kreis Calw angeboten.

Und auch die Jugendlichen wissen inzwischen um den Vorteil, einen Paten zu haben, wie die Nachfrage an der LUS zeigt. "Der Bedarf dafür ist höher, als uns Paten zur Verfügung stehen", wirbt Birgit Kessler vom Lehrerkollegium um weiteres ehrenamtliches Engagement. Denn in Zeiten, in denen Oma und Opa nicht mehr im unmittelbaren Umfeld der Jugendlichen sind, fällt den Paten eine besondere Bedeutung zu, erklärten die Beteiligten.

"Die Aufgabe macht Spaß und man kann Brücken schlagen", resümieren die bereits aktiven Paten Brigitte Prutner, Klaus Hammer und Waltraut Graf-Rieber. Wie in den vergangenen Tagen, treffen sie sich regelmäßig zu Austausch und Anregungen. "Neue Paten erhalten ein Qualifizierungsseminar und Informationen auch zu kulturellen Hintergründen", unterstreicht Riedel die Betreuung durch den Landkreis.

Gleichzeitig organisiert die Projektleiterin beispielsweise Firmenbesichtigungen, damit auch die Betriebe die Paten kennen lernen. Ein Aspekt, der beidseitig die Aufgeschlossenheit fördert. "Für die Unternehmen haben die Patenschaften mit Blick auf Praktika und Ausbildung inzwischen Bedeutung, zudem sind wir mit der Agentur für Arbeit vernetzt", berichtet Riedel.

Weitere Informationen: Patenschaft vermittelt Birgit Riedel unter Telefon 07051/160 334 oder per Mail Birgit.Riedel@kreis-calw.de melden.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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