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Schömberg Ortschaftsrat gibt Gebiet Gemmi auf

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Mit Sicherheitsabstand: Der Schörzinger Ortschaftsrat tagt in der Hohenberghalle.Fotos: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

Der Schörzinger Ortschaftsrat hat in seiner Sitzung am Dienstag das geplante Baugebiet Gemmi gekippt. Grund: Weil einige Grundeigentümer nicht mitziehen, lässt sich laut Ortsvorsteher Tommy Geiger das Gebiet nicht umsetzen.

Schömberg-Schörzingen. Die Sitzung des Ortschaftsrat fand aufgrund der Corona-Einschränkungen in der Hohenberghalle statt, wo der Sicherheitsabstand eingehalten werden konnte.

Geiger ließ noch einmal die Geschichte des Gebiets Revue passieren. Eigentlich habe man ganz andere Planungen unterhalb des Birkenwegs gehabt. Diese hätten sich nicht umsetzen lassen. Dann sei das beschleunigte Bebauungsplanverfahren nach Paragraf 13b des Baugesetzbuchs ins Spiel gekommen. Daraufhin habe man sich für das Gebiet Gemmi entschieden. Dort sollten 18 Bauplätze entstehen. Inzwischen sei ein Bebauungsplan ausgearbeitet; was noch fehle sei eine FFH-Vorprüfung. Sollte diese jedoch eine Beeinträchtigung des dortigen FFH-Gebiets (Schutzgebiet, das nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen ist) ergeben, müsste das Areal in einem normalen Bebauungsplanverfahren ausgewiesen werden. Dies sei möglich, führte die Leiterin des Bauverwaltungsamts, Sabine Neumann, aus.

Knackpunkt freilich ist, dass die Grundstücksverhandlungen ins Stocken geraten sind. Vor allem mit einem Eigentümer, dessen Grundstück zentral im Plangebiet liegt, habe keine Einigung erzielt werden können. Daher, so Geiger, müsse man sich überlegen, ob das Gebiet überhaupt weiterverfolgt werden soll. Weitere Möglichkeiten wären eine Planung ohne dieses große Grundstück oder das gesetzliche Umlegungsverfahren.

Geiger, Andreas Seng, Karl-Heinz Koch, Werner Scherrmann und Gerd Weinmann sprachen sich gegen eine weitere Planung aus. Statt Gemmi, so ihr Vorschlag, solle sich der Rat lieber mit der Erweiterung des Gebiets Lehenbrunnen befassen. Ihr Tenor: "Ein Gebiet zu planen, das nicht zu verwirklichen ist, macht keinen Sinn."

Heiko Gerstenberger hingegen wollte den Gemmi-Bebauungsplan zu Ende bringen, "auch wenn er dann nur in der Schublade liegt". Vielleicht könne das Gebiet in einigen Jahren umgesetzt werden.

Bei nur zwei Gegenstimmen sprach sich das Gremium letztlich dafür aus, das Baugebiet aufzugeben und bei den nächsten Haushaltsberatungen eventuell die Lehenbrunnen-Erweiterung ins Spiel zu bringen.

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