In Oberlengenhardt soll ein Aussichtsturm gebaut werden.     Foto: Ingenieurbüro Braun

Projektleiterin stellt Vorhaben vor. Bauwerk kostet mindestens zwei Millionen Euro.

Schömberg - Der Schömberger Gemeinderat verfolgt weiter den Bau eines Aussichtsturms in Oberlengenhardt. Die entsprechenden Mittel werden im Haushaltsplan 2018/2019 bereitgestellt. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend. Die beim beauftragten Ingenieurbüro Braun in Pforzheim zuständige Projektbetreuerin, Diplomingenieurin Isabell Hofmann, stellte in der Sitzung das Vorhaben vor. Sie bezifferte die Kosten auf knapp zwei Millionen Euro netto. Darin enthalten sind neben der Erstellung des 50 Meter hohen Turmes ein Lastenaufzug sowie die Stromleitung für den Betrieb des Aufzuges sowie der nächtlichen Beleuchtung. Mögliche Ausstattungsmerkmale wie eine Panorama-Rutsche sowie eine Boulder-Wand sind darin nicht enthalten. Auch die Kosten für Wasser- und Abwasserleitungen kämen extra hinzu.

Betreiber gesucht

In der Diskussion betonte der Ortsvorsteher von Oberlengenhardt, Friedbert Stahl, dass das Flair eines solchen Turmes erhalten bleiben müsse. Eine Boulder-Wand sowie eine Rutsche sind nach seiner Meinung nicht notwendig. Wichtig ist für ihn dagegen, dass mit der Fertigstellung des Turmes auch eine Wegeführung vom Kurpark zum Turm existiert. Er bezeichnete das Vorhaben mit Blick auf den Tourismus als gutes und sinnvolles Projekt.

SPD-Fraktionschefin Susanne Ring stellte die Frage nach den Folgekosten. Bürgermeister Matthias Leyn antwortete, dass die Gemeinde nach einem Betreiber suche: "Personalkosten haben wir nicht." Er sicherte zu, dass es für die sonstigen Folgekosten noch Berechnungen vorgelegt würden. In diesem Zusammenhang regte der Ortsvorsteher von Bieselsberg, Ulrich Burkhardt, die Verwendung von Thermoholz an: "Es verfault nicht."

Zuschusshöhe noch unklar

Gemeinderätin Elfriede Mösle-Reisch (SPD) konnte einer Rutsche nicht so viel abgewinnen. Sie regte stattdessen eine Art Adventure-Golfpark an, in dem sich die Kinder länger beschäftigen. Außerdem fragte sie, wie hoch die Zuschüsse seien. Der Bürgermeister antwortete, dass die Gemeinde nicht nur zehn aber auch keine 90 Prozent bekomme. Zudem erinnerte er daran, dass 2020 Geld für einen Adventure-Golfpark eingestellt sei. Nach seiner Prognose steht der Turm nicht vor Ende 2019. CDU-Fraktionschef Joachim Zillinger wünscht sich statt eines Lasten- einen Personenaufzug.

Projektbetreuerin Hofmann hatte zuvor aber gesagt, dass ein solcher Aufzug um die 500. 000 Euro koste und nicht nur 100 .000 Euro wie ein einfacher Lastenzug.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: