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Schömberg Nicht nur Schwarzenberger trauern um Linder

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Oswin Linder † Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Steffi Stocker

Schömberg-Schwarzenberg. Oswin Linder verstarb am Montag nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren. Große Trauer löst sein Tod nicht nur in Schwarzenberg aus, denn seine Persönlichkeit prägte weit mehr als die örtliche Gemeinschaft.

Kommunalpolitisches Engagement und unvergleichlich hoher ehrenamtlicher Einsatz machten Linder zu einer Ausnahmeerscheinung mit Herz, Verstand und Fröhlichkeit. "Sie sind eine jener Persönlichkeiten, die die örtliche Gemeinschaft nachhaltig prägen, den Heimatort durch ihr Engagement zum positiven Erlebnis machen", hatte Hans-Werner Köblitz, Landrat a.D., anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Linder im November 2005 festgestellt. Große Anerkennung steckt deshalb in dem Titel "Fürst von Schwarzenberg", den sowohl die Einwohner des Ortsteils, als auch Ortsvorsteherkollegen für ihn verwendeten. Linder machte keine unnötigen Worte, sondern reagierte pragmatisch und patent. Er legte selbst Hand an, um seinen Gestaltungswillen Taten folgen zu lassen. Beispiele seines Schaffens sind der Kindergarten im ehemaligen Rathaus oder der Sportplatz. Lösungen ohne zu lamentieren war seine Devise in vielen Tätigkeitsbereichen, die kaum aufzuzählen sind und weit über die Ortsgrenze hinausreichen.

Familie geht über alles

Gleichwohl blieben seine Schwarzenberger Wurzeln unverkennbar, gründete der Verstorbene doch vor 35 Jahren die "Linder Uhrenfabrikation". Alles stehen und liegen ließ Linder, wenn es um seine Enkel ging, denn Familie hatte für ihn große Bedeutung, unterstützte sie ihn doch im Ehrenamt.

"Mit Bauernschläue zum Ziel" hätte auf eigenen Wunsch seine Biografie geheißen, wie er im Rahmen eines Gesprächs gegenüber dieser Zeitung einmal äußerte.

Am 15. Dezember 1939 in Schwarzenberg geboren, trat Linder nach der Schule in die Fußstapfen von Vater Eugen und erlernte den Beruf des Uhrmachers. Schließlich gründete er die eigene Firma.

Der TSV Schwarzenberg, die Kreisjägervereinigung, der Kleintierzüchterverein, Gesangverein Freundschaft Bieselsberg und die Freiwillige Feuerwehr wussten ihn seit Jahrzehnten als Mitglied in ihren Reihen.

Zudem engagierte sich der Verstorbene federführend sowohl im CDU-Ortsverband Schömberg, als auch auf Kreisebene. Von 1994 bis 1999 und seit 2002 nahm er sein Mandat im Kreistag wahr, saß im Umweltausschuss und brachte sich im Aufsichtsrat der AWG sowie im Zweckverband Restmüllkraftwerk Böblingen ein. In den vergangenen 40 Jahren engagierte Linder sich als Ortsvorsteher und Gemeinderat. Sein Anliegen für die Jugendarbeit strahlte bis zur Schöffentätigkeit beim Landgericht Tübingen sowie beim Jugendschöffengericht Calw aus.

 
 

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