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Schömberg Neue Mitte: Zoff im Gemeinderat

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Uwe Reinhard, zuständig für die Standortentwicklung bei der Firmengruppe Krause, gibt Entwarnung. Er ist überzeugt, dass das Projekt "Neue Mitte – Einzelhandel" verwirklicht wird und die Kraterlandschaft verschwindet. Foto: Krokauer

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Schömberg - Wie geht es weiter mit der Entwicklung des Baugebietes "Neue Mitte – Einzelhandel" in Schömberg? In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im Kursaal gab es Verstimmung über das Verhalten des Investors, der Krause Bauträger GmbH.

Dabei ging es um das Vorkaufsrecht über eine Teilfläche von rund 8900 Quadratmeter. Dieses Areal ist Gegenstand des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Neue Mitte- Einzelhandel".

Mit Schreiben vom 26. Juni war die Gemeinde durch das Notariat Bergstraße aus Hamburg über den Kaufvertrag des Investors, der Krause Bauträger GmbH in Bayreuth, mit der Universal Investment Gesellschaft mbH in Frankfurt am Main über diese Fläche informiert worden. Die Übergabe durch Krause soll jedoch erst nach der Fertigstellung der Einzelhandelsgebäude und der dazugehörigen Anlagen erfolgen.

Der Gemeinderat stimmte zwar mehrheitlich zu, dass die Kommune ihr Vorkaufsrecht zum Erwerb dieser Teilfläche nicht ausübt und der Kaufvertrag genehmigt wird, dem Beschluss ging jedoch ein heftiger Streit voraus. So habe Uwe Reinhard, bei der Firmengruppe Krause zuständig für die Standortentwicklung, in der Ratssitzung am 24. Juni mitgeteilt, dass später ein Verkauf beabsichtigt sei. Er habe dagegen nicht gesagt, dass bereits vier Wochen zuvor ein Vertrag beim Notar unterschrieben worden sei. Auf Anfrage unserer Zeitung bekräftigte Zillinger seinen Vorwurf. Er hätte von Reinhard erwartet, dass dieser offen mitteilt, dass eben dieser Vertrag zur Kaufabsicht bereits abgeschlossen worden sei. Reinhard wiederum weist den Vorwurf der Lüge von sich. Er habe immer betont, dass die Firmengruppe Krause nach Fertigstellung des Projektes das Ganze verkaufe. Reinhard stellte aber auch klar: "Wir stehen für die Realisierung bereit." Auch Bürgermeisterin Bettina Mettler betonte in der Sitzung, dass der Bauträger immer betont habe, dass er verkaufen möchte. In die gleiche Kerbe schlug Norman Plomp (SPD). Nach seinen Worten habe Reinhard immer erklärt, dass Krause an eine Firma aus Frankfurt am Main verkaufe.

Gerold Kraft, Fraktionsvorsitzender der UWV, griff Krause in der Ratssitzung ebenfalls an. Das Unternehmen übe Druck auf Firmen aus. Außerdem verzeichne Krause bei dem Projekt "eine sehr beachtliche Gewinnspanne". Schließlich habe das Unternehmen das Grundstück günstig gekauft. Er sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde ihrerseits Druck auf Krause ausüben solle.

Kreisel sorgt wieder für Diskussionsstoff

Dem widersprach Mettler. Das Unternehmen müsse aufpassen, dass es noch mit einer schwarzen Null dastehe. Sollte die Gemeinde den Druck weiter erhöhen, könne es sein, dass der Investor irgendwann nicht mehr mitmache. Das Projekt sei für die Gemeinde und nicht für Krause. Nach der Ratssitzung sagte Mettler im Gespräch mit unserer Zeitung, dass das Projekt gefährdet sei und der Kreisel Probleme bereite. Es gehe um den Grunderwerb sowie um Folgemaßnahmen für Dritte. Genauer wurde die Rathauschefin nicht.

Reinhard sieht beim Kreisel hingegen überhaupt kein Problem, wie er auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Er bestätigte, dass der Grunderwerb mit Udo Bertsch noch ausstehe. Er zeigte sich überzeugt davon, dass man sich einig wird. Es gehe nicht um die Kosten für den Grunderwerb, sondern nur um technische Details. So müsse sich sein Unternehmen mit Bertsch darüber einigen, ob eine einfache oder hochwertige Stützmauer realisiert werde.

Irritationen gab es zudem hinsichtlich des betreuten Wohnens. So äußerte Zillinger im Rat den Eindruck, dass Krause daran kein Interesse habe. Auch dem widersprach Reinhard auf Nachfrage. Das Unternehmen habe sehr wohl Interesse am betreuten Wohnen. Bürgermeisterin Mettler bestätigte dieses Interesse.

Dass dem Investor die Kosten sowie die Zeit davonliefen, konnte Reinhard nicht bestätigen. Nach den Worten der Rathauschefin in der Sitzung sei ein Baubeginn in diesem Jahr nicht mehr möglich. Es drohe eine Rückabwicklung der Verträge. Reinhard hofft, dass noch im Oktober die Arbeiten anfangen. Allerdings werde das Projekt dann erst im Frühjahr 2016 fertig. Sollte es erst im Februar oder März 2015 losgehen, werde das Vorhaben zur Jahresmitte 2016 fertig. Natürlich müsse Krause Fristen einhalten. "Ist bis 2016 alles erledigt, gibt es keinen Rücktritt", versicherte er.

Bei dieser Gelegenheit teilte er mit, dass für das Einkaufszentrum die Baugenehmigung jetzt vorliege. Zudem habe das Regierungspräsidium die Planungen für den Kreisel abgesegnet.

 
 

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