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Schömberg Lärmaktionsplan: Biker werden gezählt

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Auch am Ortseingangsschild in der Schwarzwaldstraße in Schömberg Richtung Igelsloch war ein Messgerät befestigt, das die Anzahl der Motorräder feststellte. Foto: Krokauer

Schömberg - Einerseits gibt es Klagen über zu viel Motorradlärm, andererseits sind Motorradfahrer eine zahlungskräftige Kundschaft für die vom Tourismus abhängigen Kommunen. In der Glücksgemeinde Schömberg gibt es jetzt eine Bestandsaufnahme.

Ende Juni beschäftigte sich der Schömberger Gemeinderat intensiv mit dem Thema Lärm und Geschwindigkeit. So beauftragte das Gremium die Verwaltung einstimmig, beim Landratsamt Calw einen Antrag zu stellen, um die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Schwarzwaldstraße von der Einmündung zur Feuerwehr bis zum Kreisverkehr "Neue Mitte" von 50 auf 40 Kilometer pro Stunde zu reduzieren.

Laut Sitzungsvorlage hatten Anwohner der Schwarzwaldstraße im Dezember 2019 zehn Unterschriften gesammelt, um aus Sicherheitsgründen die zulässige Höchstgeschwindigkeit entsprechend zu reduzieren. In weiten Teilen der Ortsdurchfahrt von Schömberg wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bereits auf 40 Kilometer pro Stunde reduziert.

Janina Müssle, stellvertretende Pressesprecherin des Landratsamtes Calw, bestätigte am Donnerstag den Eingang des Antrags. Jetzt würden Stellungnahmen der Polizei und der Straßenbehörde im Landratsamt eingeholt, sagte sie.

Einfluss auf Wohlbefinden

Außerdem brachte in dieser Sitzung Gemeinderat Jan Neuweiler im Namen der Fraktion "Mensch, Umwelt, Zukunft" (MUZ) den Antrag ein, den vor einigen Jahren erstellten Lärmaktionsplan für die Gemeinde zu aktualisieren und zum Beispiel durch eine Zählung das Verkehrsaufkommen an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet zu erheben. Außerdem beantragte die MUZ, der Initiative Motorradlärm des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und des Bundesrates beizutreten.

Ein Lärmaktionsplan sei eine sinnvolle Maßnahme, um die entsprechende Belastung in einer Kommune zu erheben, verschiedene Lärmquellen zu analysieren und nach Möglichkeiten der Minderung zu suchen, heißt es in der Begründung des Antrags, den Neuweiler in der jüngsten Gemeinderatssitzung schriftlich nachreichte. "Lärm-Emissionen haben nachweislich stark negativen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen und Tieren. Gerade unter dem Gesichtspunkt des Prädikats ›Heilklimatischer Kurort‹ hat dieses Thema besondere Relevanz", heißt es in dem Antrag. Viele umliegende Gemeinden seien dieser Initiative des Verkehrsministeriums und des Bundesrates beigetreten. Auch der Landkreis Calw beschloss den Beitritt. "Schömberg sollte sich diese Möglichkeit nicht nehmen lassen, um mit Nachbarkommunen gemeinsam am Tisch zu sitzen, wenn es um regionale Gestaltungsmöglichkeiten geht."

Fortschreibung von Lärmaktionsplan

Ulrike Weißert, stellvertretende Bauamtsleiterin von Schömberg, teilte auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten mit, dass zwischen dem 30. Juli und dem 5. August zwei Verkehrszählmessgeräte aufgestellt worden seien. Die Gemeinde Schömberg habe sie an den jeweiligen Ortsausgangsschildern in der Schwarzwaldstraße in Schömberg Richtung Igelsloch sowie in der Höfener Straße in Langenbrand befestigen lassen. Damit wolle die Kommune ermitteln, wie viele Motorräder in der Höfener Straße und in der Schwarzwaldstraße unterwegs seien.

Die Gemeinde vermute, dass auf diesen beiden Strecken die meisten Motorräder unterwegs seien. Dabei gehe es darum, den Lärmaktionsplan fortzuschreiben, so Weißert.

Die Gemeinde wolle mit den Messungen feststellen, ob es Veränderungen gegeben habe. Mögliche neue Er­kenntnisse würden in die ­weitere Planung einfließen. Nach den Sommerferien soll es eine Hauptmessung geben, sofern nichts da­zwischenkomme, informierte Weißert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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