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Schömberg Kollege Kistner sorgt für Würze

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Rund 460 Bürger kamen ins Schömberger Kurhaus zur Amtseinsetzung von Matthias Leyn als Bürgermeister. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Wolfgang Krokauer

Schömberg. Vor rund 460 Besuchern ist im Schömberger Kurhaus am Dienstagabend Matthias Leyn zum neuen Bürgermeister vereidigt worden. Ab heute ist er der neue Rathauschef in der Glücksgemeinde.

Vor dem stellvertretenden Bürgermeister Joachim Zillinger legte Leyn folgenden Eid ab: "Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." Außerdem gelobte der neue Bürgermeister, die Rechte der Gemeinde Schömberg gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl sowie das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. Per Handschlag mit Zillinger bestätigte Leyn diese Verpflichtung. Die durch eine Niederschrift dokumentierte Vereidigung und Verpflichtung unterschrieben Leyn und Zillinger. Außerdem überreichte der stellvertretende Bürgermeister Leyn die Ernennungsurkunde. Ehefrau Anja bekam einen Blumenstrauß überreicht.

Leyn sprach von einem bewegenden Augenblick: "Für mich ist es ein Anfang und Höhepunkt zugleich, auch Auftrag und Verpflichtung." Er versprach, sich für den Ort und seine Menschen gerne und mit voller Kraft einzusetzen. Er hoffe, dass es ihm als Bürgermeister gelingt, Kritik als das anzunehmen, was es sei, als etwas Normales. Er möchte die Diskussion zwischen den Interessen fördern, moderieren, auf konstruktive Lösungen ausrichten und durch eigene Impulse bereichern. Außerdem appellierte er an seine Zuhörer, manche Entscheidung aus der Vergangenheit hinzunehmen, aber die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen: "Über die Wege können wir diskutieren, über die Ziele sollten wir uns einig sein." Seinen Mitarbeitern versprach Leyn Geradlinigkeit und Fairness. Den Vereinen, Kirchengemeinden und Rettungskräften bot er eine Partnerschaft auf Augenhöhe an. Den Bürgern möchte er ein guter Zuhörer sein.

Landrat Helmut Riegger stellte klar, dass der Bürgermeister einer Gemeinde der wichtigste Ansprechpartner des Landrats und des Landkreises sei. Das Wahlergebnis bedeute Verantwortung und Verpflichtung zugleich. Ständig gelte es, um die Gunst der Bürger zu kämpfen. Gräben aus der Vergangenheit müssten überwunden werden. Zudem habe der Bürgermeister ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein. Riegger betonte die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Den Gemeinsinn in den rund 60 Vereinen in der Kommune bezeichnete er als vorbildlich. Angesichts der bevorstehenden Aufgaben versicherte Riegger: "Das Landratsamt steht an Ihrer Seite." Das Amt des Bürgermeisters bezeichnete er als das schönste – nach dem des Landrats.

Fördermöglichkeiten ausschöpfen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke überbrachte auch die Grüße der beiden Bundestagsabgeordneten Saskia Esken (SPD) und Hans-Joachim Fuchtel (CDU). Aufgrund des Studiums von Leyns Wahlflyer stellte Blenke zufrieden fest, dass es da jemand mit der Bürgerbeteiligung ernst zu nehmen scheint. Blenke sicherte seine Unterstützung zu, wenn es darum geht, alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Gleichzeitig versicherte Blenke, dass er großen Respekt vor der kommunalen Selbstverwaltung habe. Ratschläge verkniff er sich. Lediglich einen kleinen Tipp hatte Blenke parat. Er gab Leyn mit den Weg, sich als Erster unter Gleichen zu verstehen. Zudem werde er demnächst einen Arbeitsbesuch bei Leyn abstatten.

Die Grüße der Bürgermeister im Kreis Calw überbrachte Oberreichenbachs Schultes Karlheinz Kistner. Beide waren Bauamtsleiter in Schömberg. Das Bürgermeisteramt bezeichnete Kistner als Traumberuf. Er riet Leyn, vor allem auf die leisen Töne zu hören. Das seien die entscheidenden. Zudem sollte er sich Freiräume für die Familie erhalten, denn sie sei eine Kraftquelle. Im Namen der Bürgermeister im Kreis übergab Kistner Leyn eine Gewürzmischung. Von ihm gab es ein Glas Honig.

Im Namen der Kirchen sprach der evangelische Pfarrer von Schömberg, Johannes Luithle, ein Grußwort. Ein Bürgermeister sei der erste Diener der Bürger, sagte er. Luithle überreichte ein Bild der Künstlerin Barbara Steinlein.

Die Glückwünsche der Vereine überbrachte Stefan Wöhr, Vorsitzender der Schömberger Trachtengruppe. Dieser erschien selbst in einer Tracht. Die Vereine würden den Bürgermeister fordern, sagte er. Als besonderes Problem nannte er den demografischen Wandel.

Im Namen der Hilfskräfte bot Rainer Zillinger, Kommandant der Schömberger Feuerwehr, eine neutrale, offene Zusammenarbeit an. Mit Ingo Großhans, dem Leiter des Polizeipostens in Schömberg, sowie Andreas Sehburger, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Schömberg/Bad Liebenzell, überreichte er einen Meldeempfänger sowie eine Einsatzjacke.

Hans-Jörg Homfeldt, Vorsitzender des Personalrates, versicherte, dass die Mitarbeiter im Rathaus Leyn mit all ihren Kräften unterstützen werden. Der stellvertretende Personalratsvorsitzende Volker Burger überreichte mit Gemeinderat Siegfried Wankmüller einen Kompass, ein Fernglas sowie ein Bild mit dem Motto "Gemeinsam für Schömberg". Auf ihm befinden sich die Unterschriften aller Mitarbeiter, der Gemeinde- und Ortschaftsräte, die Wappen der Ortsteile sowie die Mitarbeiter von Rathaus, Bauhof und Kindergärten.

Das Schwarzwald Akkordeon-Orchester sowie der Gesangverein Germania 1895 umrahmten die Feierstunde musikalisch.

 
 

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