Seit einiger Zeit sind im ehemaligen Hotel Mönchs Lamm an der Hugo-Römpler-Straße in Schömberg Flüchtlinge untergebracht. Foto: Archiv

Gemeinderat Joachim Zillinger (CDU) moniert Zustände. Furcht vor Parallelgesellschaft.

Schömberg - Das ehemalige Hotel Mönchs Lamm an der Hugo-Römpler-Straße in Schömberg hat der Landkreis Calw vor einiger Zeit gekauft, um eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge zu errichten.

Gemeinderat Joachim Zillinger (CDU) hat in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend die Zustände in dem Heim beklagt. So monierte er, dass dort Rauchmelder abgeklebt würden. Zudem werde in der Nacht in den Zimmern gekocht. Dadurch würden Fehlalarme ausgelöst. Wenn die Feuerwehr umsonst anrücke, existiere bei den dafür verantwortlichen Bewohnern keinerlei Betroffenheit: "Einen Lerneffekt gibt es offensichtlich nicht." Die Fehlalarme schreckten die Bevölkerung auf. Sie kosteten viel Geld und Kraft. Er habe Angst, dass sich im Haus eine Parallelgesellschaft entwickle. "Mir gefällt es so nicht", stellte Zillinger fest. Dabei gebe sich die Verwaltung bei der Betreuung der Flüchtlinge sehr viel Mühe.

Furcht vor einer Parallelgesellschaft

Zillinger stellte aber auch unmissverständlich fest, dass es auch tüchtige und fleißige Asylbewerber gebe. Gemeinderat Tino Bayer (Unabhängige Wählervereinigung) räumte ein, dass die Gefahr einer Parallelgesellschaft bestehe. Er engagiert sich im Arbeitskreis Asyl.

Man dürfe aber nicht verallgemeinern, so Bayer. Es gebe zwei bis drei Problemfälle. Es sei sehr schwierig, diese zu erreichen.

Bayer lud die Gemeinderäte dazu ein, sich selbst ein Bild zu machen und beim sonntäglichen Flüchtlingscafé vorbeizuschauen.

Bayer und Zillinger waren einhellig der Auffassung, dass ein solches Fehlverhalten Konsequenzen für die Übeltäter haben müsse.

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