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Schömberg Inzwischen viele Projekte umgesetzt

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Bürgermeister Matthias Leyn (rechts) freut sich über die Auszeichnung für Schömberger Feuerwehrleute.                                                                Fotos: Biermayer Foto: Schwarzwälder Bote

Im vergangenen Jahr ist in Schömberg einiges passiert. Viele Projekte wurden angefangen und umgesetzt. Bürgermeister Matthias Leyn zeigte sich auf dem Neujahrsempfang darüber äußert zufrieden.

Schömberg. Der Andrang beim diesjährigen Neujahrsempfang war groß. So konnte die Veranstaltung erst mit etwas Verspätung beginnen. Es dauerte eine Weile, bis alle der rund 450 Gäste einen Platz im Kurhaus gefunden hatten.

In seiner Rede an die Bevölkerung ging Bürgermeister Matthias Leyn auf die Erfolge des vergangenen Jahres ein. Er erzählte vom Breitbandausbau in Bieselsberg und Oberlengenhardt. Dieser Prozess sei nun endlich begonnen worden. Leyn bedankte sich hierfür auch bei den Bürgern und den Ortschaftsräten, die sich hervorragend in die Planungen mit eingebracht hätten.

In Bieselsberg habe man zudem die Unterreichenbacher Straße eröffnen können. Diese Maßnahme habe man oft wegen Problemen mit der Finanzierung verschieben müssen. Auch wegen eines Zuschusses habe man die Umsetzung endlich realisieren können. Er bedankte sich beim Landtagsabgeordneten Thomas Blenke für dessen Unterstützung in diesem Zusammenhang.

Auch die Kita am Eulenbächle beschäftige die Gemeinde seit vielen Jahren. Nun baue man schließlich eine neue und auf die Zukunft ausgerichtete Einrichtung. Der Rathauschef berichtete jedoch von einer Kostensteigerung, vor allem wegen der momentanen Schwierigkeit Baufirmen zu finden. Doch die 4,7 Millionen Euro seien eine Investition in die Zukunft.

Bei der Ludwig-Uhland-Schule stehen ebenfalls Baumaßnahmen an. Brandschutz und Barrierefreiheit sollen verbessert werden. Diese Maßnahmen gelängen jedoch nicht während des normalen Schulbetriebs. Deshalb und auch mit Blick auf die Zukunft habe man sich zu einer Erweiterung der Schule, also dem Bau neuer Klassenräume, entschlossen.

Anschließend kam er auf den neuen Kreisverkehr vor der Kirche zu sprechen. Eine Baumaßnahme, die vielen Schömbergern noch in lebhafter Erinnerung ist. Leyn bedankte sich bei Anwohnern und Unternehmern für ihr Verständnis während der starken Belastung. Die Verzögerung beim Bau sei so nicht vorhersehbar gewesen. Das Linde-Areal soll im Frühjahr vollständig umgebaut und die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein.

Die "Glückszentrale" wurde ebenfalls im vergangenen Jahr bezogen. Den Pavillon am Lindenplatz habe man der Touristik und Kur übergeben. Eine gastronomische Nutzung des Gebäudes sei nicht möglich gewesen.

Danach kam Leyn auf das wohl umstrittenste Projekt zu sprechen: den Aussichtsturm. Dieser sei ein Puzzlestück eines touristischen Konzeptes. Er erkannte aber auch an, dass im Prozess Fehler gemacht worden seien. Man wolle jedoch das Profil als heilklimatischer Kurort schärfen. Eine Auszeichnung, die sich die Gemeinde seit Neuestem auf das Ortschild schreiben darf. Ein übergroßes Exemplar sahen die Gäste am Eingang des Kurhauses.

Rund 1,3 Millionen Euro Förderung habe man vom Land für den Turm erhalten. "Wir sollten stolz sein", meinte Leyn dazu, vor allem auf das Vertrauen, das in die Gemeinde gesetzt werde. Zum neuen Aussichtsturm gehört auch die "Flying-Fox-Anlage". Ein Projekt, das vor allem bei Anwohnern anfangs auf wenig Gegenliebe stieß. Diese Anlage, eine Seilrutschbahn, soll das Areal des Turmes und den Kurpark verbinden. Leyn bedankte sich bei den Anwohnern für die konstruktive Kritik und sprach von einer erfolgreichen Anpassung der Pläne.

Pläne für die Krone und ein Seniorenzentrum sollen umgesetzt werden

Er berichtete auch vom neuen Siloah-Seniorenzentrum. Man habe konstruktive Gespräche mit dem Investor geführt. Städtebauliche Kritik sei stets möglich. Solche Projekte müssten sich für Investoren aber auch lohnen. Gleiches gelte für die Krone. Hier plane der Investor auch weiterhin mit einer Umsetzung, so der Bürgermeister.

Erfreut war Leyn auch darüber, dass Schömberg nun endlich eine Sporthalle bekommt. Er erzählte von der Standortsuche und der damit verbundenen Einwohnerversammlung. Dort sei der Standort am alten Wellenbad der klare Favorit gewesen. Das Projekt werde rund acht Millionen Euro kosten und den Haushalt die nächsten Jahre belasten.

Leyn ging auch auf die Kritik ein, wonach die Gemeinde viel Geld für Touristen ausgebe aber wenig für die eigentlichen Bewohner. Dem entgegnetet er, dass die Gemeinde rund 22 Millionen Euro in die Infrastruktur der Gemeinde investiert habe. Dem gegenüber stünden 2,8 Millionen Euro für den Tourismus.

Der Bürgermeister bedankte sich bei seinen Mitarbeitern, den Gemeinde- und Ortschaftsräten sowie den Ortsvorstehern für die gute Zusammenarbeit und ihr Engagement. Auch den Bürgern die sich auf vielfältigste Weise einbrächten, sprach er seinen Dank aus.

Ein persönliches Fazit zog er ebenfalls. Der Job des Bürgermeisters sei zwar anstrengend und man mache auch manchmal Fehler. Aber die Tätigkeit mache ihm jeden Tag Spaß, insbesondere wenn man sehe, was bisher alles erreicht worden sei.

Es folgte die Ehrung der Feuerwehrleute. Man könne den ehrenamtlichen Einsatz des eigenen Lebens nicht hoch genug schätzen, so Leyn. Auch deshalb blicke er mit Sorge auf vermehrte verbale und körperliche Angriffe auf die Einsatzkräfte.

Die Gemeinde zeichnete Holger Rössler, Holger Hirth und Robert Zillinger für ihre Verdienste in der Jugendfeuerwehr aus. Marina Braun, Peter Fischer, Annegret Schönhardt und Marcel Kommerau erhielten das Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre aktiven Dienst.

Manfred Eber­hardt und Friedbert Stahl erhielten dieses in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst. Martin Rometsch bekam das deutsche Feuerwehrenkreuz in Silber für besondere Verdienste. Rüdiger Keller wurde zum Ehrenabteilungskommandanten von Bie­selsberg ernannt. Bernhard Ehnis und Günter Stahl erhielten die Ernennung zum Ehrenfeuerwehrmann.

In einem Grußwort sprach der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel (CDU), der Gemeinde seinen Respekt aus. Man habe viel erreicht. Hier verwies er auch auf die Fördermittel des Bundes, die dies ermöglichten. Man müsse die ländlichen Gebiete stärken. Dort halte man noch zusammen, was man auch bei den Feuerwehrleuten sehen könne.

Der Landtagsabgeordnete Thomas Blenke (CDU) schloss sich Fuchtels Lob an. Man habe in Schömberg viel erreicht. "Hier geht was", brachte er es auf den Punkt. Er appellierte an ein konstruktives Miteinander. Man tue viel für die Region, wie beispielsweise die Umstrukturierung der Polizei. Er bedankte sich zudem bei allen ehrenamtlich engagierten Bürgern für ihren Einsatz.

Für die musikalische Umrahmung sorgte der Gesangverein Freundschaft aus Bie­selsberg.

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