So könnte der Aussichtsturm in Oberlengenhardt aussehen. Foto: Ingenieuerbüro Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

Freizeit: Kommunalpolitiker geben grünes Licht für einen Aussichtsturm und eine Gleitbahn

Schömberg. Die Tourismuszahlen in Deutschland steigen. Von diesem Kuchen möchte auch Schömberg ein Stück abhaben. Die Gemeinde will für Touristen attraktiver werden. Deshalb sollen zwei Attraktionen verwirklicht werden.

In seiner jüngsten Sitzung gab der Gemeinderat grünes Licht für einen Aussichtsturm in Oberlengenhardt sowie eine Gleitbahn durch den Wald, genannt "Fly-Line". Die Verwaltung soll die weiteren Planungsschritte abstimmen. Darüber hinaus ermächtigte das Gremium die Verwaltung zur Vergabe der erforderlichen Ingenieurverträge. Außerdem soll sich das Rathaus beim Regierungspräsidium Karlsruhe die entsprechenden Zuschussanträge einzureichen.

Schließlich will Schömberg in beide Projekte viel Geld investieren. So bezifferte Diplomingenieur Hansjörg Braun die Kosten für einen 50 Meter hohen Holzturm auf 1,5 bis 1,7 Millionen Euro brutto. Er soll aus Weißtanne gebaut werden, drei Aussichtsplattformen haben und mitten im Wald stehen. Angestoßen hat das Projekt der Ortschaftsrat Oberlengenhardt. Braun geht davon aus, dass der Bau neun Monate dauert.

Über dem Boden schweben

Die "Fly-Line" stellte Werner Wechsel, Geschäftsführer des Planungsbüros Hochkant, vor. An einer Spirale aus Edelstahl gleitet man rund sechs bis sieben Meter über dem Boden durch den Wald. Die Geschwindigkeit liegt bei 15 bis 20 Kilometer pro Stunde. Die "Fly-Line" soll rund 800 bis 900 Meter lang sein. Wechsel schlug zwei Varianten vor. In beiden Fällen wäre der Start am geplanten Aussichtsturm in Oberlengenhardt. Bei einer Möglichkeit wäre das Ziel hinter dem Sportplatz, bei der anderen am Recyclinghof. Die Kosten bezifferte Wechsel auf 600 bis 650 Euro pro Meter netto. Die "Fly-Line" würde damit rund eine halbe Million Euro kosten. Er rechnet mit einer Bauzeit von circa drei Monaten. 2017 werde nichts mehr gebaut, sagte Bürgermeister Matthias Leyn. Es gehe darum, mit den Büros in die Gespräche einzusteigen.

Im Gemeinderat stießen die Vorhaben auf Begeisterung. "Wir müssen etwas machen", sagte Gemeinderat Gerold Kraft, Fraktionschef der Unabhängigen Wählervereinigung. Schließlich laufe der Tourismus in Deutschland gut. Jürgen Seibold (CDU) sagte, dass mit diesen Projekten dokumentiert werde, dass Schömberg eine aufstrebende Tourismusgemeinde sei. Gemeinderätin Elfriede Mösle-Reisch (SPD) bezeichnete die Vorhaben als "Super-Idee".

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