Das Vorhaben an der Ludwig-Uhland-Schule, eine Mensa einzurichten, legte der Gemeinderat vorläufig auf Eis Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Entwicklung zur Ganztagesschule derzeit kaum möglich / Verpflegung durch BFW

Von Steffi Stocker

Schömberg. Noch zu Beginn des Jahres waren sich Gemeinderat und die Verantwortlichen in der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) einig, die Werkrealschule zur Ganztagesschule auszubauen. Nach den Landtagswahlen herrscht derzeit aber Unsicherheit in der Schulpolitik.

Noch Anfang Mai hatte eine ausreichende Anzahl Eltern Interesse für das Ganztagesangebot signalisiert, so dass vor allem der Einbau einer Mensa ins Auge gefasst wurde. "Durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung müssen wir davon ausgehen, dass die geplante Schülerzahl nicht erreicht werden kann", sind sich sowohl die Gesamtlehrer- und Schulkonferenz als auch die Verwaltung einig. Somit ist die Entwicklung der LUS zur Ganztagesschule unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht möglich. Zudem schwebt der politische Wunsch nach Gemeinschaftsschulen über der landesweiten Schullandschaft.

"Wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren", mahnte Helmut Sperth in der Gemeinderatssitzung. Schließlich war sich das Gremium einig, das Vorhaben, vor allem den Mensa-Einbau zurück zu stellen.

Vor diesem Hintergrund soll jetzt eine Mittagsverpflegung der Schüler in Kooperation mit dem Berufsförderungswerk (BFW) untersucht werden. Die räumliche Nähe beider Einrichtungen biete die Nutzung von Synergieeffekten, warb die Verwaltung um Zustimmung.

"Diese Lösung scheint im Moment wirtschaftlicher und praktischer", so der Vorschlag zur Übergangsregelung, bis sich die schulpolitische Ausrichtung der Landesregierung gefestigt habe.

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