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Schömberg Gefährliches Verkehrschaos am Stausee

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Auto an Auto: Bei schönem Wetter herrschen rund um den Schömberger Stausee teils chaotische Zustände. Foto: Privat

Schömberg - Es sind Ferien, es ist Wochenende, und die Sonne scheint. Was also tun? Klare Sache: die Badehose einpacken und an einen Badesee fahren. Die Folge: Nicht nur an der Nord- und Ostsee oder am Bodensee sind die Strände und Parkplätze überfüllt, sondern auch am Schömberger Stausee. Dies sorgt für gefährliche Situationen. Mehr dazu lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Diese Situation hat nun Sven Rosenberg vom Restaurant Al Maestro auf den Plan gerufen. In einem Schreiben an den Schömberger Bürgermeister Karl-Josef Sprenger kritisiert er die Zustände rund um den Stausee, vor allem aber im Bereich Campingplatz/Al Maestro/ Waldschenke.

"Es ist unzumutbar, alleine wenn man bedenkt, dass es mal einen Notfall wie Feuer, Straftaten, oder lebensgefährliche Verletzungen bei einem Ausflügler gibt. Dann kommt bei den Staus auf der engen Zufahrtsstraße, die teilweise 20 Minuten dauern, kein Rettungswagen durch", so Rosenberg. So sei es auch wieder am vergangenen Sonntag gewesen: "Es war so extrem, dass von 12 bis abends um 19 Uhr auf der zweispurigen Straße alles so zugeparkt war, dass nur noch eine Fahrspur übrig blieb." Die Polizei sei informiert worden, habe Bilder gemacht und die Abstände zwischen den Parkverbotsflächen zur Straße gemessen. Rosenberg glaubt, dass bei den derzeitigen Temperaturen sich diese gefährliche Situation auch in den nächsten Tagen wiederholen wird.

Könnte eine Schranke die Lösung sein?

Um Abhilfe zu schaffen, unterbreitete er der Stadtverwaltung auch gleich einige Vorschläge: "Wieso wird im Sommer nicht einfach eine Person von der Stadt angestellt, die Autos auf der Palmbühlstraße vorne an der Einfahrt zählt und ab einer Mindestmenge einfach den Zugang verwehrt?" Das wäre für die Stadt die kostengünstigste Variante, glaubt er. Eine andere Möglichkeit würde "eine Art Schranke darstellen, die Chips verteilt und bei zu vielen Autos einfach unten bleibt, bis andere Fahrzeuge das Areal wieder verlassen haben".

Auch die Zustände am Badesee seien schwierig. Der See sei "getummelt voll" von Menschen, die angesichts der Corona-Pandemie keine Mindestabstände einhalten würden "und tun und lassen, was sie wollen". Seine Frage: "Wieso wird dort kein Security-Team abgestellt, das am See für Ordnung sorgt?"

Der Schömberger Hauptamtsleiter Joachim Heppler, der Bürgermeister Sprenger derzeit urlaubsbedingt vertritt, weiß um die Situation am Stausee: "Innerhalb der Stadtverwaltung ist das oft ein Thema, wir haben schon oft darüber diskutiert." Hepp­ler erinnert an das vor noch nicht allzu langer Zeit installierte Parkleitsystem, mit dem man den Parksuchverkehr rund um die Schlichemtalsperre lenken wolle: "Auf den Schildern ist zum Beispiel der Parkplatz bei der Waldschenke gar nicht aufgeführt." Man versuche, die Ausflügler auf den großen Platz auf dem Palmbühl zu lotsen.

Stadtverwaltung in laufendem Kontakt mit der Polizei

Zudem, sagt Heppler, sei die Stelle des Gemeindevollzugsbediensteten derzeit nicht besetzt. Die Bewerber würden sich zwar zeitnah vorstellen, "für die jetzige Situation ist das natürlich keine Lösung" - aber für später, wenn der neue Gemeindevollzugsbedienstete dann auch am Stausee nach dem Rechten schauen könne.

Die anderen Vorschläge, die der Stadtverwaltung unterbreitet seien, könnten auch nicht ad hoc umgesetzt werden. Denn bei Maßnahmen, die finanzielle Mittel erforderten, etwa die Aufstellung einer automatischen Schranke, müsse der Gemeinderat mit ins Boot geholt werden: "Das Gremium muss dann auch entscheiden."

Auch eine Verkehrsregelung durch die Feuerwehr, wie etwa bei größeren Festen, könne rechtliche Probleme bereiten: "Das müsste man prüfen." Laut Heppler ist die Stadtverwaltung jedoch in laufendem Kontakt mit der Polizei: "Vielleicht muss man angesichts der derzeitigen Situation noch einmal Gespräche führen."

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