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Schömberg Firma Holcim erhält erste Ökokonto-Punkte

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Die Stuttgarter Umweltministerin Tanja Gönner übergibt Holcim-Werkleiter Dieter Schillo die Urkunde für die ersten Ökopunkte, die in Baden-Württemberg vergeben werden. Holcim wird damit für die extensive Beweidung der Öden Flusslandschaft belohnt. Tierhalter Frank Lamprecht sorgt mit seiner Ziegenherde für eine Landschaftspflege mit Biss. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bernd Visel Dotternhausen. Die Firma Holcim in Dotternhausen hat gestern, kurz nach Inkrafttreten der Ökokontoregelung die ersten Ökopunkte im Land erhalten. Noch-Umweltministerin Tanja Gönner überreichte die Anerkennungsurkunde.Holcim Süddeutschland erhält 344 612 Ökopunkte für die Renaturierung der sogenannten Öden Flusslandschaft, einem früheren Schiefer-Abbaugebiet. Hier sind im Lauf der Zeit Büsche und Gehölze gewachsen. Mit einer extensiven Beweidung mit Schafen, Ziegen und Eseln auf einer Fläche von rund fünf Hektar soll eine halboffene Weidelandschaft mit einer hohen Artenvielfalt entstehen.

Dies sei jedoch erst der Anfang, wie Markus Röhl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, sagte. Langfristig sollen auf dem Holcim-Gelände 25,3 Hektar fürs Ökokonto herangezogen werden. Auf 34 Einzelflächen sollen zwölf Maßnahmen umgesetzt werden mit einem Wert von insgesamt rund 2,5 Millionen Ökopunkten.

Gönner betonte, dass vor allem der Umweltschutz vom Ökokonto profitiere. Aber auch die Firmen hätten damit ein Instrumentarium zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft an der Hand. "Industrie und Naturschutz schließen sich nicht aus", betonte Gönner. Die Punkte auf dem Ökokonto würden verzinst und seien auch für andere Ausgleichsmaßnahmen einzusetzen.

Werkleiter Dieter Schillo freute sich, "die ersten Ökopunkte im Land zu erhalten". Holcim setze schon lange auf nachhaltiges Denken und Handeln. "Die Verantwortung für Mensch, Natur und Umwelt stehen bei uns im Mittelpunkt", sagte er. Holcim sei dafür schon mehrfach ausgezeichnet worden. Das Ökokonto betrachte man als tolle Gelegenheit, vorzeitig und freiwillig in den Naturschutz zu investieren und eine gewisse Planunugssicherheit hinsichtlich künftiger Abbauvorhaben zu erhalten.

Landrat Günther-Martin Pauli freute sich, dass die ersten Ökopunkte in Baden-Württemberg im Zollernalbkreis vergeben werden. Der Firma Holcim bescheinigte er, schon viel in ökologische Maßnahmen investiert zu haben. Der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann bekannte, dass die Naturschutzverbände angesichts des Ökokontos "nicht in Jubel ausgebrochen sind", weil: "Es geht ja um den Ausgleich von Eingriffen in die Natur. Und es ist nicht immer einfach, Tiere und Landschaften mit Punkten zu bewerten." Gleichwohl sei es wichtig, dieses Instrumentarium auszuprobieren und in fünf Jahren Bilanz zu ziehen.

Der Geschäftsführer der neu gegründeten Flächenagentur Baden-Württemberg, Bernhard Kübler, sagte, man wolle einen qualitativ hochwertigen Ausgleich für die Eingriffe in die Natur garantieren, örtliche Landwirte bei den Maßnahmen miteinbeziehen und die Maßnahmen auf ihre Effizienz hin überwachen.

Nach dem Festakt im Werkforum machten sich die geladenen Gäste, darunter Behördenvertreter sowie Bürgermeister und Gemeinderäte aus dem Oberen Schlichemtal, mit dem Bus auf zur Öden Flusslandschaft im ehemaligen Schieferbruchgelände. Dort überreichte Ministerin Gönner die Urkunde an Werkleiter Schillo und gab damit den Startschuss für die Beweidung der Ökokonto-Fläche mit Ziegen, Eseln und Schafen.

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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