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Schömberg Eine gelunge Premiere beim Lindenplatzfest geboten

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Das Lindenplatzfest bot einen hervorragenden Rahmen für die Vorstellung des Landesjugendbarockorchesters Baden-Württemberg. Unter anderem zeigte die stimmgewaltige Theresa von Bibra (vorne) ihr Können. Foto: Stöß Foto: Schwarzwälder Bote

Schömberg. Auf der Bühne des Lindenplatzfestes in Schömberg hat das Landesjugendbarockorchester Baden Württemberg ein brillantes Gastspiel gegeben. Es gab dabei eine Premiere für Publikum und für das Orchester. Es spielte das aller erste mal überhaupt im Rahmen eines Open Air Konzertes.

Die Organisationsleiterin des Orchesters, Judith Klein, war zufrieden, dass einem breiten Publikum der Zugang zu hochwertiger klassischer Art von Musik ermöglicht wurde. Die aus Bieselsberg stammende Klein wies in einem Pressegespräch darauf hin, dass Schömberg die "musikalische Heimat" dieses Projektes von Gerd-Uwe Klein ist. Im vierten Jahr des Bestehens trat das Orchester vor zwei Monaten mit großen Erfolg in der katalanischen Weltstadt Barcelona auf. Nun wagte sich das mehr als 20 Personen umfassende Ensemble in die gute Schömberger Luft. Um es vorwegzunehmen: Es war anspruchsvolle und schöne Kunst, die die jungen Leute aus ganz Baden Württemberg zelebrierten.

Vollblutmusiker Klein versprach "spannende Stücke" versprach. Gleich zu Beginn überkam die Gruppe eine erkennbare Freude am Spiel. Sie legte spontan im allerersten Stück eine kleine Zugabe mit einer Hornpipe obendrauf.

Immer wieder wechselten die Protagonisten ihre Plätze. Mal fanden sich die Flötistinnen im Vordergrund, mal die Streicherinnen mit ihren zum Teil barocken Violinen. Violinen, Harfe, Vioncelli, Bässe, Flöten, Orgel und Cembalo – so etwas kann sich hören lassen. Das Zusammenfinden aller Instrumente, laufend sauber gestimmt, erzeugte Klangfarben, die mitfühlen und mitträumen ließen.

Besondere Akzente

Dabei wurden in einer herausragenden Vorstellung noch besondere Akzente gesetzt. So brillierte Johanna Dall`Asta beim "Konzert für Viola d’Amore" von Christoph Graupner. Das von der Streicherin gespielte hier siebensaitige Instrument wird aufgrund dessen Historie und seines seltenen Einsatzes in der Musikwelt als exotisch bezeichnet. Das Schicksal meinte es um die Jahrhundertwende des 17. Jahrhunderts nicht gut mit dem Komponisten des Stückes. Graupner, zuletzt erblindet, geriet lange Zeit in Vergessenheit. Nun ist übermittelt, dass er weniger den lauten majestätischen Tönen als viel mehr den leiseren, schattenhaften, verhaltenen Klängen zugeneigt war.

Als Theresa von Bibra im langen schwarzen Kleid ihre Harfe verließ um nach vorne zu treten, verstummte augenblicklich das Auditorium. Die stimmgewaltige Sopranistin sang aus der Arie zur Cantata VI von Johan Christoph Pepusch. Rezitativ und Arie, beides in englischer Sprache zum Text von John Hughes gelang der Sängerin trefflich. Sie erzählte so die (Liebes-) Geschichte von Cloe und Daphnis.

Die Concerti von Purcell, Telemann und Händel prägten das weitere Programm in Schömbergs Parkanlage. Klein dankte jenen, die ein solch imposantes Konzert erst möglich machen konnten. Es ist der orchesternahe "Förderverein 415 hz für die Jugend" Die Antwort, wieso der Verein so heißt, lieferte Klein gleich mit. Weil sein Orchester nicht den Standard-Kammerton (440 Hertz) spielt.

Veranstalter des Konzerts war der Verein "Musik auf der Höhe". Vorsitzender Christoph Seilacher bat um Unterstützung. Er erläuterte am Beispiel der Vorstellung beim Lindenplatzfest, welche Bedeutung eine Mitgliedschaft sowie jede finanzielle Unterstützung für seinen Verein haben.

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