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Schömberg Die Landflucht soll gestoppt werden

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In den vergangenen Wochen wurden in Oberlengenhardt Glasfaserkabel verlegt.Foto: Krokauer Foto: Schwarzwälder Bote

Nach Bieselsberg ist nun auch Oberlengenhardt beim Breitbandausbau an der Reihe. Für den 530-Einwohner-Ort geht es dabei um mehr als nur schnelles Internet.

Schömberg-Oberlengenhardt. Wie bunte Spaghetti ploppen die Kabel aus dem Boden. Auf einer Länge von 3,8 Kilometern wird derzeit in der Oberlengenhardter Ortsmitte der Boden umgegraben, um den Anschluss an die schnelle Datenautobahn herzustellen. Trotz Corona liegen die Bauarbeiten laut Bauamtsleiter Martin Dittler voll im Zeitplan.

Das freut besonders Oberlengenhardts Ortsvorsteher Friedbert Stahl. Er weiß: "Wir haben immer mehr Einwohner, die im Homeoffice arbeiten. Und dieser Anteil wird in Zukunft immer größer. Der Breitbandausbau ist daher sehr wichtig für Oberlengenhardt und stellt einen echten Mehrwert für die Einwohner dar."

Großes Interesse der Bevölkerung

Wie groß die Internet-Euphorie in Oberlengenhardt ist, lässt sich an einer Zahl festmachen: Ganze 130 Hausanschlüsse werden realisiert. Dittler spricht von einem "großen Interesse", obwohl eine entsprechende Informationsveranstaltung coronabedingt abgesagt werden musste.

Der Bauamtsleiter verdeutlicht: "Die Nachfrage nach einer Verbesserung der Breitbandversorgung im Ortsteil Oberlengenhardt war sehr groß. Auch konnten wir im Zuge einer Abfrage für die Fördermittelbeantragung ein hohes Maß an gewerblichem Bedarf feststellen. Hierbei berücksichtigt waren neben gewerblichen Nutzern bislang schon bestehende Home-Office-Arbeitsplätze. Wir gehen davon aus, dass dieser Bedarf gerade im ländlichen Raum in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird."

Im Blick hat Ortsvorsteher Stahl beim Breitbandausbau jedoch nicht nur die 530 aktuellen Einwohner von Oberlengenhardt, sondern auch die zukünftigen. Er ist sich sicher: Durch die günstigeren Mieten werde der Ort immer attraktiver für Menschen aus dem Ballungsraum Stuttgart – und da ist schnelles Internet ein wichtiger Standortfaktor. "Der Ort wird wachsen. Wir werden einen Zuzug aus dem Ballungsraum bekommen, weil der Wohnraum bei uns bezahlbar ist", meint Stahl und hofft, gleichzeitig Oberlengenhardt für die bestehende Bevölkerung attraktiv zu halten: "Der Breitbandausbau ist eine Maßnahme, um die Landflucht zu stoppen."

Gemeinde bekommt Fördermittel

Umsonst ist das freilich nicht: Rund 920 000 Euro kostet der Breitbandausbau in Oberlengenhardt. Fördermittel fließen in Höhe von 335 000 Euro, sodass die Gemeinde Schömberg rund 585 000 Euro aus eigener Tasche bezahlen muss.

"Ich bin sehr froh, dass Bund, Land und die Gemeinde das umsetzen", sagt Ortsvorsteher Stahl und dankt der Gemeindeverwaltung in Schömberg: "Wir vom Ortschaftsrat haben uns immer sehr für den Breitbandausbau eingesetzt und die Verwaltung hat das schnell umgesetzt. Es gab da keinen Gegenwind."

Und es werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Im Zuge des Breitbandausbaus wird die Straßenbeleuchtung in Oberlengenhardt erneuert und auf LED umgestellt. "Kostengünstig und umweltfreundlich", freut sich Stahl.

In Oberlengenhardt werden 130 Hausanschlüsse realisiert.

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