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Schömberg "Datenschutzauskunft-Zentrale": Neue Abzock-Masche macht die Runde

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Wir haben mal nachgefragt, was es mit den Faxen der sogenannten Datenschutzauskunft-Zentrale auf sich hat. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Schömberg - Zu Tausenden werden sie derzeit verschickt, nun hat eines den VdK in Schömberg erreicht. Wir haben mal nachgefragt, was es mit den Faxen der sogenannten Datenschutzauskunft-Zentrale auf sich hat.

Von der Verbraucherzentrale Stuttgart war dazu zu erfahren: "Es wird hier eine offizielle Stelle vorgetäuscht, mit dem perfiden Ziel diejenigen, die das Fax ausfüllen und zurückschicken, abzuzocken". Konkret geht das, weil im Kleingedruckten steht, dass man für drei Jahre je 498 Euro überweist, um den Grundanforderungen zu genügen, die mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten seien.

Doch was stattdessen tun, wenn man ein solches Fax erhält? Die Verbraucherschutzzentrale rät, das Fax einfach zu ignorieren: "Schweigen ist keine Zustimmung, es kommt also kein Vertrag zustande".

Verwirrung durch Einführung der DSGVO

Durch die Verwirrung, die die Einführung der DSGVO mit sich brachte, sei die Masche jedoch eine einträgliche Sache, schließlich würden viele denken, dass man etwas vergessen habe und auf die "pseudo-offizielle" Aufmachung reinfallen.

Wie viele dieser Faxe versendet werden, könne man kaum sagen, doch um es wirklich lukrativ zu machen, müssten wohl sechs- bis siebenstellige Datensätze aufgekauft worden sein, hieß es von den Verbraucherschützern denen ebenfalls so ein Fax zugegangen sei.

Da die Verbraucherschutzzentrale nicht für Firmen zuständig sei, denen das Fax im Allgemeinen zugesandt wird, konnte auch keine nähere Angabe über Betroffene im Kreis Calw getroffen werden. "Uns erreichen aber auch viele Nachfragen von Einzelhändlern und kleinen Gesellschaften bürgerlichen Rechts, daher ist von einer hohen Anzahl an Betroffenen auszugehen".

Ein Rat für all jene, die auf die Masche reingefallen sind, hat der Sprecher ebenfalls: "Den Vertrag schnellstmöglich widerrufen".

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Ralf Klormann

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