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Schömberg Corona-Krise: Wie geht es mit Fahrschulen weiter?

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Volker Geiger sitzt in seinem Fahrschulauto, darf derzeit aber keinen Unterricht geben. Wann die Fahrschulen wieder öffnen dürfen, steht derzeit noch nicht fest. Foto: Privat

Schömberg - Seit dem 17. März besteht wegen der Corona-Krise ein Arbeitsverbot für Fahrschulen. Wie es weitergeht, ist noch offen – auch was den Sicherheitsabstand im Theorieunterricht betrifft. Volker Geiger von der gleichnamigen Fahrschule in Schömberg gibt künftigen Fahrschülern daher den Tipp, sich jetzt schon vorsorglich in den Fahrschulen anzumelden.

Die Fahrschule Geiger zählt nach eigenen Angaben zu einer der größten Fahrschulen der Region mit vier Fahrlehrern und zwei Bürokräften. Am Anfang der Krise habe man die Zeit noch positiv nutzen können, sagt Geiger. So habe er mit und für seine Kinder eine Hütte im Garten gebaut. Dann habe man so nach und nach alles aufgearbeitet, was liegen geblieben sei. "So langsam fehlt einem aber die Fahrschul-Arbeit. Denn es macht Spaß, mit jungen Menschen zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen."

Kann Mindestabstand umgangen werden?

Hatte der Fahrlehrerverband zunächst dargelegt, dass voraussichtlich ab dem 4. Mai wieder geöffnet werden dürfe, stehe dies aber noch in Frage, da man bis jetzt noch nichts Neues über eine Wiedereröffnung gehört habe, sagt Geiger. Nicht geklärt sei auch, wie der Abstand im Theorieunterricht festgeschrieben werde. Hatte es zunächst geheißen, dieser würde auf eineinhalb Meter zwischen den Fahrschülern festgeschrieben, diskutiere man nun Vorschläge, wie ein Mindestabstand umgangen werden könnte – etwa dadurch, dass die Fahrschüler Visiere tragen. Geiger: "Das wäre ein super Lösung, weil man dann alle im Theorieunterricht unterbringen könnte."

Außerdem sollen nur noch zwei Personen im Fahrschulauto Platz nehmen dürfen, also der Fahrlehrer und der Fahrschüler. Geiger: "Wir haben unsere Fahrschüler zum Theorieunterricht abgeholt und brachten sie nachher wieder nach Hause. Das dürften wir dann nicht mehr tun." Auch Gruppenarbeit im Theorieunterricht werde es in der gewohnten Form nicht mehr geben.

Bisher sehe die gesetzliche Regelung vor, pro Tag nur zwei Theorieunterrichte abhalten zu dürfen. Der Verband kläre mit dem Verkehrsministerium nunmehr ab, ob diese Regelung vorübergehend gekappt werden könne. Dann könnte samstags etwa den ganzen Tag über Unterricht angeboten werden, um mehr Schüler unterrichten zu können. Geiger: "Wo und wie soll man sonst alle Fahrschüler unterbringen, wenn der Mindestabstand gilt?" Der Staat könne nicht 14 Theorieeinheiten, etwa bei der Klasse B, vorschreiben, "den Fahrschulen dann aber den Platz nehmen, um die Leute auch unterrichten zu können".

So plant er für seine Fahrschule, eventuell täglich einen zweiten Theorieunterricht am Abend anzubieten – der eine würde von 17.30 bis 19 Uhr gehen, der zweite von 19 bis 20.30 Uhr. Vorstellbar wäre für ihn, in der ersten Einheit Realschüler und Gymnasiasten zu unterrichten und danach die Arbeitnehmer. Es sei aber nicht sicher, ob es eine solche Lösung geben werde, "wenngleich wir das von der Anzahl unserer Fahrlehrer her hinbekommen würden". Die Frage sei jedoch, wie das Einmann-Fahrschulen bewältigen sollen.

Diskutiert werde auch über den Corona-Schutz während der Fahrstunden im Auto. Eventuell könnten Atemschutzmasken oder Visiere für Fahrlehrer und Fahrschüler vorgeschrieben werden. Für den Schutz des Prüfers, der hinten sitzt, sei eine Plexiglasscheibe im Gespräch, die an den Vordersitzen angebracht werden soll.

Zuhause lernen

Da man nicht wisse, wie die Entwicklung weiter gehe, würden schon telefonische Anmeldungen angenommen, um für die Zeit nach der Krise besser planen zu können. Sein Tipp: Fahranfänger sollten sich jetzt melden. Dann würden die Papiere fertig gemacht und ans Amt weitergeleitet. Die Bearbeitung dauere rund ein bis zwei Monate. Vorher dürfe keine Prüfung gemacht werden. Die Fahrschüler könnten zuhause lernen und die Pflichtstunden absolvieren, wenn die Fahrschule wieder offen sei. So könnte im Anschluss gleich die Theorieprüfung abgelegt werden.

Im schlimmsten Fall, fürchtet Geiger, meldeten sich mehr Schüler an als im Theorieunterricht unterzubringen seien. Diese Situation sei denkbar, weil seit Wochen keine Anmeldungen mehr stattgefunden hätten. Dann würden wohl diejenigen Fahrschüler zuerst zum Theorieunterricht zugelassen, die sich als Erste angemeldet hätten.

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