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Schömberg Bogensportler übernehmen Anlage

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Als beinahe historisch könnte man den Vorgang bezeichnen, der jetzt in Schömberg ablief. Der SV Langenbrand übergibt sein Vereinsheim an den BSC Schömberg – der sucht dringend eine neue Bleibe, um die Pfeile fliegen zu lassen.

Schömberg. Die einen konnten nicht mehr, die anderen wollten schon seit Jahren mehr. Die Sprache ist vom SV Langenbrand, bei dem kein Spielbetrieb mehr stattfindet und dem sein Vereinsheim in den vergangenen Jahren zur Last wurde. Die anderen sind der BSC Schömberg, der ein Gelände für seine Bogensportler – und passend ein festes Dach über dem Kopf als neues Zentrum für das boomende Vereinsleben sucht.

"Alle waren froh dass es jetzt zu dieser Nachnutzung gekommen ist", sagte Bürgermeister Matthias Leyn über die erfolgreichen Gespräche zwischen den beiden Vereinen. "Ich sehe den Vertragsabschluss als die richtige Entscheidung für beide Vereine an", fuhr der Stadtchef fort und sprach gleichzeitig den beiden Vorsitzenden Peter Freimüller (SV Langenbrand) und Andreas Böhm (BSC Schömberg) Dank und Anerkennung für den Mut zu diesem Entschluss aus.

Erfolgreiche Entwicklung der Kleintierzüchter

Leyn erinnerte in diesem Zusammenhang an die Übergabe des Schömberger Kleintierzüchterheims an den WSV Schömberg, der seither eine erfolgreiche Entwicklung genommen habe. Am Dienstagnachmittag wurden im Schömberger Rathaus gleich zwei richtungsweisende Verträge besiegelt. Zum einen unterzeichnete Peter Freimüller für den SV Langenbrand einen Auflösungsvertrag mit der Gemeinde Schömberg, die übertrug in einem Nachfolgevertrag das Gelände an den BSC Schömberg.

Mit der Vertragsunterzeichnung endete für den SV Langenbrand eine fast vierzigjährige Geschichte, in der dem Verein am Ende fast der Entzug der Gemeinnützigkeit gedroht hatte. "Wir konnten unsere Vereinsheim nur noch über die Mitgliederbeiträge am Leben erhalten zur Durchführung von Veranstaltungen fehlte es an Helfern", stellte Peter Freimüller und die zweite Vorsitzende Barbara Kerber übereinstimmend fest. Aktuell bietet der Verein in Langenbrand in erster Linie Breitensport an und dafür benötigt man eine Halle und kein eigenes Vereinsheim. Die Entscheidung hatte natürlich hohe Wellen geschlagen und diverse Emotionen ausgelöst. Wenn es jedoch um die Erhaltung des Vereinsheims ging waren es immer die Gleichen – und die sind immer weniger geworden.

Optimale Bedingungen auf 70 Meter Distanz

Ein Vereinsheim ging den Bogensportlern des BSC Schömberg bis jetzt ab, dazu bot der Platz auf den Höhen oberhalb der Schule von Oberlengenhardt keinen Raum für größere Wettkämpfe und die Weiterentwicklung. Der BSC hat sich unter der Führung von Andreas Böhm zur Nummer Eins im Schützenkreis Calw entwickelt und mit dem Gelände des SV Langenbrand großes vor. Zum einen will man den Mitgliedern optimale Trainingsbedingungen auf der 70 Meter Distanz bieten, zum anderen sich sportlich weiterentwickeln – wobei auf Sicht der Aufstieg in die 2. Bundesliga ein Ziel ist. Darüber hinaus will sich der BSC als Bogensportzentrum im Nordschwarzwald neu definieren. Als Vorbild dient dafür der Olympiastützpunkt bei der SG Welzheim, aktuell der dauergenutzte – und einzige echte Mittelpunkt für größere Wettkämpfe im Württembergischen Schützenverband.

In einem ersten Schritt soll in neunmonatiger Bauzeit der zuletzt mehrfach durch den "Besuch" von Wildschweinen in Mitleidenschaft gezogene Sportplatz "bogentauglich" gemacht werden. Parallel sind Investitionen im Vereinsheim in Höhe von rund 30 000 Euro geplant.

Breites Spektrum an Arbeiten sind in Planung

Darin enthalten ist ein breites Spektrum von Arbeiten an der Dämmung bis zu einer behindertengerechten Nutzung. "Jetzt geht es richtig los", wertete der dritte Vorsitzende des BSC Schömberg, Frank ­Böckler, die Vertragsunterzeichnung als ein klares Signal. Und – das ist kein Aprilscherz – am 1. April 2020 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

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