Das IG Nord soll über der Dautmerger Straße in westlicher Richtung vergrößert werden. Dort will sich die Ratshausener Firma Koch ansiedeln.Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

Die Ratshausener Firma Koch will sich im Schömberger Industriegebiet Nord ansiedeln. Noch sind viele Fragen offen. Auch diejenige, wie künftig die Gewerbesteuer unter den beiden Kommunen aufgeteilt wird.

Schömberg/Ratshausen (bv). Die Ansiedlung der Ratshausener Firma Koch im Schömberger Industriegebiet Nord zieht sich hin. "Es sind noch viele Fragen zu klären", heißt es von allen Seiten.

Der Schömberger Bürgermeister Karl-Josef Sprenger teilte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mit, dass eine Flächenveräußerung im IG Nord an die Firma Koch grundsätzlich möglich wäre. Ein Verkauf könne jedoch erst erfolgen, wenn beim Thema Gewerbesteuer eine Einigung zwischen den Gemeinden Schömberg und Ratshausen erzielt sei.

Der Ratshausener Verwaltungschef Heiko Lebherz bestätigt, dass die Stadt Schömberg wegen der Aufteilung der Gewerbesteuer angefragt habe. "Wir sind im Austausch mit Schömberg. Es wurde aber noch kein Ergebnis erzielt", informiert Lebherz.

Er verweist aber auch darauf, dass Ratshausen ein interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Schömberg entwickeln wollte. Dann wäre eine Erweiterung der Betriebsfläche von Koch am jetzigen Standort möglich gewesen. Lebherz: "Schömberg hat das abgelehnt und Koch das Angebot gemacht, sich im IG Nord anzusiedeln." Die Gemeinde Ratshausen selbst kann der Firma keine Erweiterungsflächen anbieten: "50 Meter nach dem Betriebsgelände beginnt schon die Gemarkung Schömberg."

Auch Andreas Koch von der Geschäftsführung spricht von einem "offenen Verfahren". Er geht davon aus, dass es in den kommenden Wochen "Konkreteres" zu vrmdlen gibt. Derzeit sei man noch in der Planung – sowohl was den Zeitplan für die Umsiedlung als auch die Aufteilung der Gewerbesteuer angehe. "Wir wollen beiden Gemeinden gerecht werden", betont Andreas Koch. "Das alles sind keine leichten Entscheidungen und müssen reiflich überlegt werden."

Die Gesamtfirma Koch ist in mehrere Gesellschaften aufgegliedert: Tief- und Straßenbau sowie Schüttguttransporte, Spezialtransporte, Silotransporte, Planentransporte und Lagerverwaltung. Insgesamt sind laut Andreas Koch rund 250 Mitarbeiter beschäftigt.

Christian Koch gründete 1939 mit einem Holzrückschlepper die Firma. 1978 übernahmen seine Söhne Hans, Franz und Bruno die Leitung des Unternehmens. Die dritte Generation mit deren Söhnen Michael, Daniel, Stefan und Andreas nahm 2013 das Ruder in die Hand.

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