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Schömberg Anlaufpunkt für Urlauber schaffen

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Die Touristik und Kur in Schömberg wird in den Pavillon am Lindenplatz verlegt. Foto: Krokauer

Schömberg - Schömberg setzt auf den Tourismus. Das soll auch nach außen sichtbar werden. Mit großer Mehrheit beschloss deshalb der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend, die Touristik und Kur (TuK) im Pavillon am Lindenplatz unterzubringen.

Aus diesem Grund beschloss das Gremium, die Räumlichkeiten im Pavillon anders zu gestalten. Die Kommune hatte das Gebäude für rund 250 000 Euro erworben. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die nötigen Planungsschritte für den Umbau einzuleiten.

In der Sitzung stellte Bürgermeister Matthias Leyn die Studie des Architekturbüros Peter W. Schmidt aus Pforzheim vor. Geschaffen wird ein Anlaufpunkt für Gäste und Bürger. In Zukunft gibt es einen Besprechungsraum. Untergebracht werden in dem Gebäude zwei bis vier Arbeitsplätze für Mitarbeiter. Im hinteren Bereich entstehen eine behindertengerechte öffentliche Toilette sowie Lagerräume. Der Zugang zu diesem WC ist unabhängig von den Öffnungszeiten der Touristik und Kur. Der Tresen- und Empfangsbereich ist im Erdgeschoss. Nach den Worten von Leyn muss die Touristik und Kur ein Blickfang sein.

Bürgermeister sieht keine Chance für gastronomische Nutzung

Der Bürgermeister ging auch auf die Geschichte des gesamten Areals ein. So seien zu Beginn der 1990er-Jahre das Rathaus sowie der Lindenplatz neu gebaut worden. Dabei habe man auch den Infopavillon errichtet. Dieser sei später jedoch gastronomisch genutzt worden und auf einen Betreiber zugeschnitten gewesen. Die letzte Gastronomenfamilie habe jedoch aufgegeben. Inzwischen sei deutlich geworden, dass ohne Investitionen im sechsstelligen Bereich und ohne ein Entgegenkommen bei der Miete kaum ein Wirt das Gebäude betreibe. "Eine gastronomische Nutzung sehe ich wegen der Marktlage nicht", so die nüchterne Feststellung von Leyn. Er plädierte deshalb dafür, in den Pavillon die TuK unterzubringen. Nach seiner Auffassung sollte sie wieder sichtbarer sein. Jetzt ergebe sich dafür eine einmalige Chance.

Laut Planungsstudie des Architekturbüros Peter W. Schmidt kostet der Umbau des Pavillon für die TuK insgesamt fast 225 000 Euro brutto. Nach den Worten von Rathauschef Leyn hofft die Gemeinde jedoch auf Zuschüsse. Die Chancen stünden nicht schlecht. Darüber hinaus gibt es aus dem Jahr 2014 noch einen Haushaltsausgaberest in Höhe von fast 94 000 Euro. Seinerzeit wollte die Gemeinde die bestehende TuK umbauen. Weil die Angebote jedoch weit über den geplanten Ausgaben waren, sah der Gemeinderat von den Plänen ab. Als Frechheit bezeichnete der Bürgermeister Kommentare in den sozialen Netzwerken zu einem möglichen Umbau des Pavillons.

Vorbehaltlos hinter den Plänen von Rathauschef Leyn stand CDU-Fraktionschef Joachim Zillinger. Nach seiner Auffassung sind die jetzigen Räumlichkeiten der TuK nicht optimal. Falls sie in den Pavillon umziehen würde, kämen Umschüler des Berufsförderungswerks sowie Tagesgäste direkt an ihr vorbei. Bei der Höhe der Investition fragte er jedoch, ob die Gemeinde zum Beispiel beim Mobiliar nicht noch sparen könnte.

Elfriede Mösle-Reisch (SPD) machte hingegen deutlich, dass sie gegen die Pläne stimme. Sie sprach sich dafür aus, die Anlage für gastronomische Angebote zu nutzen, zumal diese derzeit in Schömberg fehlten.

Gerold Kraft, Fraktionschef der Unabhängigen Wählervereinigung, räumte ein, dass es in seiner Fraktion ein uneinheitliches Abstimmungsverhalten geben werde. Er könne beide Meinungen nachvollziehen. Letztlich billigte das Gremium mit großer Mehrheit den Umzug der TuK in den Pavillon. Die nicht gedeckten Investitionen von rund 94 000 Euro werden im Vermögensplan 2018 des Eigenbetriebs TuK sowie über mögliche Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm beziehungsweise dem Tourismusförderprogramm finanziert.

 
 

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