Dieses Modell für das BFW-Areal wurde den Ausschussmitgliedern am Dienstagabend präsentiert. Fotos: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Vorstellung überarbeiteter Pläne für neue Schömberger Mitte besänftigt Gemüter.

Schömberg - Die künftige Entwicklung auf dem "BFW-Areal Zentrum II" zwischen Hugo-Römpler- und Brunnenstraße ist derzeit ein bestimmendes Thema in den Beratungsgremien. Im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) wurde die überarbeitete Planung vorgestellt.

 

"Auf Basis der Anregungen haben wir die Konzeption verändert", erläuterte Egbert Irmscher am Dienstagabend. Der Ingenieur der beauftragten Planungsgruppe Consult präsentierte den Entwurf mit Hilfe einer 3D-Animation. Er stellte vor allem die vorgesehenen Gebäudehöhen dem Bestand gegenüber. Dabei wurde deutlich, dass diese bis fünf Meter weit unter derzeitigen, bis zu neun Stockwerken hohen Häusern liegen. "Das nimmt uns die Ängste, die wir nach der ersten Vorstellung hatten", fasste Helmut Schray frühere Bedenken der Gemeinderäte zusammen. Dennoch beschäftigte der Geländeverlauf den Ausschuss. Denn zur Brunnenstraße hin fällt es ab. "Kann der Bereich für die Service-Wohnungen angehoben werden?", wollte deshalb Norman Plomp wissen, zumal befürchtet wird, dass die Rückseite des geplanten Lebensmittelmarktes die Wohnqualität mindere. Irmscher gab den dann folgenden Versatz zur Brunnenstraße zu bedenken, der einer Barrierefreiheit entgegenstünde. Gleichzeitig erklärte er, dass der Höhenunterschied extremer wirke, als er wirklich sei. "Wir wollen die Wohnungen ja auch vermieten oder verkaufen", verwies er auf eine entsprechende Qualität.

Gerold Kraft sah indes in den ausgewiesenen Verkaufsflächen nach wie vor Probleme. "Das Konzept ist schlüssig, aber mit diesen Flächen passt es nicht zum Ort", sagte er. "Wir sind flexibel, wenn wir wissen, wie viel ortsansässiges Gewerbe einsteigt", unterstrich der Planer die variable Ausgestaltung.

Helmut Sperth ist wichtig, dass beispielsweise ein Baufachmarkt die Kundenfrequenz steigert. "Um den Grünbereich des ehemaligen Friedhofs nicht aufzugeben, wird die Parkplatzzufahrt verlegt", erläuterte Irmscher.