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Schömberg Andersartigkeit ist doch bereichernd

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Zea, das kleine Zebra, und Raffi, das Giraffenkind, werden am Ende des im Kurhaus Schömberg aufgeführten Musicals "Tuishi pamoja" richtig gute Freunde. Foto: Fisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Andrea Fisel

Schömberg. "Tiere mit Streifen sind einfach nur blöd", denken Giraffen seit Urzeiten. "Mit einem langhalsigen, gepunkteten Tier nimmt man besser keinen Kontakt auf", geben die Zebras von Generation zu Generation weiter.

Und das ist nun mal so in der afrikanischen Savanne, und das war schon immer so, und das wird für alle Zeiten so bleiben. Raffi, der Giraffenjunge, kennt diesen Grundsatz, denn er hat ihn von seinen Eltern und Vorfahren eingebläut bekommen. Aber stimmt das wirklich, fragt er sich und schaut verstohlen zu den benachbarten Zebras hin­über. Auch Zea, dem Zebramädchen, wurde diese uralte Weisheit von seiner Familie weitergegeben. Doch manchmal fängt Zea an zu zweifeln, weil die Giraffen eigentlich gar nicht so unfreundlich oder abweisend wirken.

Mit dieser Vorgeschichte begann das Musical "Tuishi pamoja", das Schüler und Lehrer der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) Schömberg im Kurhaus aufführten. Und so bunt sowie liebenswürdig sich dort auf der Bühne die Tierwelt Afrikas darstellte, so vielfältig und bezaubernd präsentierten sich auch die jungen Akteure des Singspiels. Ob nun der mutige Raffi oder die gewitzte Zea, die pfiffigen Erdmännchen oder die aggressiven Löwen, die sturen Zebras, oder die arroganten Giraffen – die Mädchen und Jungen der Grundschule spielten ihre Rollen unter der Leitung von Susanne Vogel nicht nur sicher und gut verständlich, sondern auch äußerst charmant und überzeugend.

Die wunderbaren Gesänge der Tiere, einstudiert von Veronika Weller, wurden von Solisten und dem Chor der Klassen 3 und 4 vorgetragen. Instrumental begleitet und rhythmisch untermalt wurden sie von den musizierenden Afrikanern, die sich aus der Streicherklasse von Gerd-Uwe Klein sowie der von Kristina Bard unterrichteten Bläserklasse und Instrumental-AG zusammensetzen. In den Händen der versierten Musiklehrerin lag auch die Gesamtleitung dieser Aufführung.

Doch neben den musikalischen Begabungen waren noch weitere Fertigkeiten gefragt, denn selbst die ansprechenden Kostüme hatten die Schüler der LUS, insbesondere der MSG-Kurs der Klassen 5 bis 9, zusammen mit Katharina Robejschek angefertigt, die hervorragenden Kulissen waren im Kreativ-Profil Klasse 3/4 bei Petra Eng-Schweikert entstanden.

Und so wie Raffi und Zea es schafften – zwar mit ein klein wenig Hilfeleistung der Erdmännchen und Löwen, aber letztendlich mit ganz viel eigener Überzeugungskraft – ihre Artgenossen zusammenzubringen, so demonstrierten die Schömberger Kinder und Jugendlichen, dass Verschiedenheit und Andersartigkeit nicht trennen oder ausgrenzen muss, sondern bereichernd und erfüllend sein kann. Deshalb sangen sie am Ende des Musicals voller Überzeugung: "Tuishi pamoja, daima milele! Wir wollen Freunde sein, für immer!"

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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