Ein Mann in Tuttlingen ist am Dienstag Opfer von Betrügern geworden: Sie gaukelten ihm vor, seine Tochter habe einen Unfall verursacht und forderten ihn zur Zahlung einer hohen Geldsumme auf.
Am Dienstagvormittag haben bislang Unbekannte einen 65-jährigen Mann in Tuttlingen durch einen Schockanruf um einen fünfstelligen Betrag betrogen.
Wie die Polizei berichtet, erhielt der Mann gegen 11.30 Uhr einen Anruf, in dem ihm die Betrüger vorgaukelten, seine Tochter habe einen schweren Unfall verursacht. Um eine angeblich drohende Inhaftierung abzuwenden, sollte eine hohe Kaution gezahlt werden.
In dem Glauben, seiner Tochter helfen zu müssen, hob der Mann den geforderten Betrag bei seiner Bank ab und übergab es gegen 13 Uhr im Bereich der Tuttlinger Moltkestraße an eine bislang unbekannte Frau.
Die Abholerin wird wie folgt beschrieben:
- etwa 30 Jahre alt
- circa 1,55 bis 1,60 Meter groß
- zierliche Statur
- dunkle Haare
- osteuropäisches Erscheinungsbild
- trug zwei Handtaschen
Zeugen, die im Bereich der Moltkestraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise zur Identität der Abholerin geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeidirektion Rottweil unter der Telefonnummer 0741/477-0 in Verbindung zu setzen.
Polizei warnt vor der Betrugsmasche
Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei erneut eindringlich vor betrügerischen Anrufen durch angebliche "Polizisten" oder "Staatsanwälte".
Die Betrüger versuchen ihre Opfer zur Herausgabe von Bargeld, Wertsachen oder Bankdaten zu bewegen. "Echte Polizeibeamte oder Staatsanwälte fordern niemals am Telefon Geld oder Wertsachen und holen diese auch nicht ab", so die Polizei.
Die Polizei rät, bei solchen Anrufen stets misstrauisch zu sein und keine Auskünfte zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen zu geben.
"Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und beenden Sie im Zweifel sofort das Gespräch", heißt es abschließend. "Sprechen Sie mit Angehörigen oder wählen Sie den Polizeinotruf 110."