Eine Seniorin in Spaichingen ist Opfer eines Schockanruf-Betrügers geworden. (Symbolfoto) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eine 84-Jährige ist in Spaichingen Opfer eines Schockanrufs geworden und hat mehrere zehntausend Euro verloren. Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

Telefonbetrüger haben am Mittwoch in Spaichingen eine 84-jährige Frau mit der Masche des sogenannten Schockanrufs um mehrere zehntausend Euro gebracht.

 

Die Seniorin erhielt laut Polizei im Laufe des Tages einen Anruf eines unbekannten Mannes, der vorgab, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Kind verletzt worden sei. Um angebliche Behandlungskosten zu begleichen und eine drohende Inhaftierung abzuwenden, forderten die Anrufer die Zahlung eines hohen Geldbetrags.

Im weiteren Verlauf übergab die Frau gegen 22.30 Uhr an ihrer Wohnanschrift in der Angerstraße einen größeren Bargeldbetrag an einen bislang unbekannten Abholer.

In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei im Raum Trossingen mehrere ähnliche Betrugsversuche. Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche und rät dazu, bei solchen Anrufen misstrauisch zu sein und Angehörige oder die Polizei direkt zu kontaktieren.

Zeugen, die im Bereich der Angerstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Spaichingen unter der Telefonnummer 07424/9318-0 zu melden.

Polizei rät: sofort auflegen und Notruf wählen

Die Polizei rät bei sogenannten Schockanrufen dringend, sofort aufzulegen und über die bekannte Nummer mit Sohn, Tochter, Enkel oder Nichte direkt Kontakt aufzunehmen. Können diese nicht sofort erreicht werden, sollte man sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und sich gegebenenfalls zunächst bei Bekannten oder bei der Polizei Rat holen. Die Polizei und andere Amtsträger fragen nicht nach Wertsachen und fordern auch kein Geld.

Sollten Betroffene einen Anruf eines solchen angeblichen Polizisten oder Amtsträgers erhalten, sollten sie sofort auflegen und den Polizeinotruf 110 wählen. Haben die Betrüger die Personen dazu gebracht, Bargeld und Wertgegenstände bei einer Bank abzuholen, sollten die Hinweise der Bankmitarbeiter ernst genommen werden, dass es sich um einen Betrug handeln könnte.

Am ehesten lasse sich der Anruf eines Telefonbetrügers durch das Löschen des Telefonbucheintrags vermeiden, da die Betrüger in der Regel nach Vornamen suchten, die vermeintlich älteren Menschen zugeordnet würden. Die Polizei appelliert, insbesondere lebensältere Menschen im Umfeld bezüglich dieser Betrugsmasche zu sensibilisieren.