Insgesamt sorgten in Steinach sechs Schnurrgruppen für gute Laune. Unter anderem die „Rumpeldinas“. Foto: Weppler

Über allerlei Vergnügliches und auch Boshaftes berichteten die sechs Gruppen, die beim Schnurren in Steinach unterwegs waren.

Sechs Schnurrgruppen informierten in sechs Lokalitäten darüber, was im vergangenen Jahr Kurioses im Dorf passiert ist. Die Clubhäuser des Tennisclubs und des Sportvereins, „Kälbles“, die Vesperstube Gühr, „Adler“ und der Narrenkeller waren allesamt gut besucht.

 

Die „Rumpeldinas“ zogen mit Sträflingsanzügen und Schaufeln mit den Aufschriften „Bufdi60“ beim Tennisclub los. Die Abkürzung steht für „Bundesfreiwilligendienst ab 60“. Diesen Sozialdienst wollten die „Rumpeldinas“ allerdings nicht als Kinderbetreuer oder Ähnliches absolvieren, sondern den Glasfaserausbau in Steinach endlich voranbringen.

Sie erzählten unter anderem die Geschichte eines Welschensteinachers, der Bürgermeister Benedikt Eisele während des Wahlkampfs mit seinem Klapprad für einen Wahlkampfhelfer hielt und ihn fragte, ob er fürs Verteilen der Prospekte auch ein Trinkgeld bekomme.

Auch der Altbürgermeister bekam sein Fett weg

Der „Musiker-Stammtisch“ startete seine Tour im Clubhaus. Für Gelächter sorgte die Geschichte eines jungen Mannes, der in Freiburg den Halbmarathon gelaufen ist. Beim Start bekam er, wie alle Läufer, einen Verpflegungsbeutel ausgehändigt. Gegen Ende nahm er einen Energiebooster aus der Tasche und drückte sich das Gel in den Mund. Daraufhin wurde ihm schlecht, er bekam Schüttelfrost und kämpfte sich mit Mühe und Not ins Ziel. Dort schilderte er einem Doktor seine Leiden, dieser schaute sich die Verpackung an und stellte dem Mann die Diagnose: „Sie haben leider das Kühlgel zum Einreiben der Beine gegessen.“ Auch Altbürgermeister Nicolai Bischler bekam sein Fett weg: Er habe mit seinem Schlafsack im Treppenhaus des Rathauses übernachtet, weil sich die automatische Tür nicht mehr schließen ließ. Am nächsten Morgen habe ihn die erste Angestellte aber aufgeklärt, dass er nur einen Schalter hätte drücken müssen und die Tür sich geschlossen hätte.

Die Gruppe „Leible und Faltin“ Foto: Weppler

Die Gruppe „Leible und Faltin“ stellte drei Kandidatinnen für den Titel der Mostkönigin für die Mostwanderung 2026 vor. Die drei machten mit Autogrammkarten fleißig Wahlwerbung für sich und erzählten ein Malheur der Felsenhexen, die für viel Nachwuchs sorgen, doch mit der Adressverwaltung nicht immer auf dem Laufenden sind. Sonst hätten sie den Storch sicher nicht bei der alten Adresse aufgestellt.

Kreuzbühler Felsenhexen Foto: Weppler

Die Felsenhexen planen, eine Zeitung zu gründen, das „Steinacher Tageblatt“. Material hätten sie ja schon für die ersten Ausgaben. So berichteten sie über ein kleines Missgeschick eines Musikers aus Lachen beim Jahreskonzert. Diesem lief die Nase und er hatte kein Taschentuch dabei. Seine Frau wollte schnell welche holen, doch Bürgermeister Eisele hatte ein Papiertaschentuch zur Hand. Er sei eben ein Bürgermeister mit „Tempo“.

Die „Homberlefrauen“ Foto: Weppler

Die „Homberlefrauen“ kamen als Bienen, die neben ihren spitzen Stacheln auch noch eine spitze Zunge hatten. Sie berichteten über eine Geschichte aus der Schule. Die Gärtnerin und die fleißigen Bienen am Rosenbeet hätten vor dem offenen Fenster aus dem Lehrerzimmer gehört, wie eine Lehrkraft zur anderen gesagt habe: „Du, unser neuer Kollege ist gerade während des Unterrichts am Pult eingeschlafen.“ Darauf der andere Lehrer: „Der Streber hat sich aber schnell eingearbeitet.“

Die „Blechkadaver“ hatten ein Glücksrad dabei und bewiesen, dass sie sehr gut improvisieren können. Jedes Mal, wenn das Rad auf dem Biersymbol stehen blieb, wurde erst mal ein Bier getrunken, was zu ihrem Glück gleich mehrmals vorkam. Für alle war es ein lustiges und gelungenes Schnurren 2026.