Beim 33. Schnurren der Hof-AG zogen sechs Gruppen und der Musikverein durch sieben Schnurrlokale. Die Schnurranten hatten allerlei lustige Geschichten im Gepäck und sorgten in unnachahmlicher Art, dass eine große Fangemeinde davon erfuhr.
Dass Schnurren Freude bereitet, durfte sich die Heuwies-Plus-GmbH beim Blick in die Gesichter von Daniela und Horst Pfaff sicher sein. Sie hatten den Hausmann Horst gehörig auf ihre Narrenschippe genommen.
Horst hatte während der Kur seiner Frau deren Wäsche nicht nur etwas zu heiß gewaschen. Weil ein Bügel aus dem BH gefallen war, nähte er ihn wieder ein. Am Ende wird es ein Push up. „Daniela dachte, des kommt von der Kur, von Gymnastik und Sport die Bikini-Figur“, schmunzelte das Schnurr-Trio.
Gar nicht aus Schokolade
Die selbst ernannten Lachhosen (früher Handwerker) hatten für Friseurin Elke vom Strubbelkopf einen guten Rat, nachdem diese beim Pralinen-Naschen sogar keinen erwarteten Gaumenschmaus verspürte.
Erst beim Blick auf die Verpackung dämmerte es ihr, dass die Pralinen nicht aus Schokolade waren. „Wenn Pralinen groß und rund, hat das meist einen besonderen Grund. Sie passen nicht zur Kaffeekanne, sondern in die Badewanne“.
Model-Karriere in Sicht?
Auf ihrem Erkundungsflug hatten die Eulen-Schnurrer vom Aust eines Baums beobachtet, wie Hubert Dold nach durchzechter Nacht vom Hirschstammtisch gerne auch mal ein Negligé seiner Frau zum Schlafen anzieht. Als er morgens aus dem Bett auftaucht, seiner Frau es fast die Füße weghaut. Die Eulen vermuteten Hubbes neues Ziel, als Model Karriere machen will. „Die Zeitschrift Vogue sucht solche Helden, drum: Hubbe Dold bitte melden“, lautete ihr Hinweis.
Fehlender Anhänger
Vom Missgeschick des fehlenden Anhängers von Werner Worpitz hatten die Jungxellen Wind bekommen. So wollte der Starmusiker von der Heuwies viele Hecken in einem Markt in Seedorf kaufen. Dort angekommen, stellte er ungläubig fest, dass nur noch ein Kabelstecker an seinem Auto hing. Auf der Heimfahrt suchte er das gute Stück und musste einer Polizeistreife weißmachen, dass seine Schlangenlinienfahrt nicht vom Alkohol stammt. Schließlich fand er seinen Hänger auf dem Miste seiner Heuwies-Nachbarn wieder. Die Schnurranten appellierten: „Kontrollier dein Hänger vor jeder Fahrt, ob er auch richtig am Auto dran ist. Dann landet er auch nicht bei anderen im Mist“.
Nichts, was Spaß macht
Was man auf dem Erwachsenenspielplatz im Sulgener Eschenweg alles nicht darf, davon wussten die „Feel-Good-Schnurrer“ sprichwörtlich ein Liedchen zu trällern. Weder auf dem Bänkle ein Bierchen trinken, noch eine Zigarette rauchen. Grillen soll es auch nicht sein und Fußball spielen mit Kumpels sowieso nicht. „Uns irritiert das Ganze schon, denn es sich der blanke Hohn. Alles was Erwachsene finden toll, man auf dem Platz nicht machen soll. Drum nennt den Platz anders, lautet unsere Kritik. Wie wärs zum Beispiel mit Kinderfabrik“.
Heiße Luft auf Tour
Martin Kläger, Frank Gebele und Hendrik Noder ließen das Schnurrpublikum an ihren Erlebnissen und Erfahrungen als Chauffeur des Bürgerbusses teilhaben. Es war schließlich der einzige Job, den sie als Rentner noch kriegen konnten. Sie fahren in Sulgen täglich auf der Linie 8, von früh bis spät in die Nacht. So fährt ihr Wagen leise dahin, doch Menschen sitzen halt selten darin. Im Lied von Tina Turner erfuhren die Besucher warum Kläger in seiner Wohnung nicht mehr atmen konnte: Statt „Simply the Best“, sang das Trio „A simply Asbest“.
Für gute Stimmung in den Schnurrlocation sorgte auch eine Abordnung des Musikverein Sulgens, der mit dem weißen Schwan über den Bodensee schwamm und beim Sierra Madre mit dem Publikum im Dreiviertel-Takt schwang.
Die Schnurrgruppen
Heuwies-Plus GmbH:
Harry Hurtz, Ulrike Pfaff und Martin Moosmann
Eulen-Schnurrer:
Franz Rapp, Sinnika Rapp und Ask Flemming
Jungxellen:
Jürgen Pfaff, Andreas Bantle, Thorsten Hölz und Jörg Irion.
Bürgerbus-Chauffeure:
Hendrik Noder, Frank Gebele und Martin Kläger.
Feel-Good-Schnurrer:
Elke Seckinger, Simone Fader und Guido Neudeck.
Lachhosen:
Marcel Hauser, Oliver Hartel, Sina Spitz und Ina Hartel.