Die Start-Up-Schnurrer mit Elke Seckinger, Simone Fader und Guido Neudeck. Foto: Herzog

Zum 34. Mal waren die Schnurranten der Hof-AG und der Musikverein Sulgen unterwegs. Mit Musik und einer Fülle an Narrenstückle sorgten sie in den voll besetzten Schnurrlokalen für beste Stimmung und Unterhaltung.

Beim Schnurren in Sulgen am Schmotzigen galt auch bei der 34. Auflage das Sprichwort „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“.

 

Da freute es die Schnurrgruppen – in diesem Jahr eine weniger – stets auf Neue, wenn sie ihre meisterhaft gereimten und aufgepeppten Geschichten ans Licht bringen können und der Erfolg in den Gesichtern der begeisterten Besucher sichtbar wird.

Wenig überraschend hat auch die KI beim Schnurren Einzug gefunden. Um sich im neuen Edeka zurechtzufinden, hatten die Start-up-Schnurranten die Idee, eine solche Software in einen Einkaufswagen einzubauen. Wie die Praxis jedoch zeigte, gab es da Abstimmungsprobleme. Statt den Weg zu den Kartoffelchips zu zeigen, wird die Adresse des Fitnessstudios genannt. Und auf der Suche nach Maggi-Würfel sagt die KI-Stimme: „Ihre Route wird berechnet. Hinter dem Regal mit den Kichererbsen kann Ihnen vielleicht Herweg Gehweiler weiterhelfen“.

Malen ist auch eine Kunst

In die Fänge der Heuwies-Plus-GmbH geriet Reinhold Rapp. Er hatte sich bei den Edelweiß-Wagenbauern als Malermeister angeboten und das Dach des Mottowagens angestrichen. Doch „drei weiße Tauben angelockt von diesem Rot, „bekleckern fleißig Reinholds Dächle mit Kot. Der Reinhold greift zum Farbtopf mit dem Rot und übermalt den Taubenkot. Es isch zum Blära, wenn der Regen fällt, und dia Farb am Dach nicht hält.“

Die „Bittlosen“: Hendrik Noder, Frank Gebele und Martin Kläger Foto: Herzog

Alltagsleben als Rentner

Die Bittlosen berichteten nicht über Missgeschicke Anderer, sondern plauderten ihr Rentner-Alltagsleben aus. Dies geschah teils verbal, teils musikalisch. Dabei erwies sich das Trio als exzellente Texter und Sänger und erhielt öfters Szenenapplaus. Wie Frank Gebele aufgeregt berichtete, sei er kürzlich von einer hübschen Frau angesprochen worden, die gewusst hat, dass er der Vater eines „ihrer Kinder“ ist. „Ach Gott, Sie waren die Stripperin?“ „Nein, ich bin die Mathelehrerin ihres Sohnes“.

Die Lachhosen mit Marcel Hauser, Oliver Hartel, Sina Spitz, Moritz Allgaier-Burri, Kai Faßbinder und Ina Hartel. Foto: Herzog

Die Lachhosen wussten von einem Familienausflug der Wiedmaiers in den Europapark. Bei der Abenteuerfahrt im neuen Auto machten sich die Schlüssel selbständig, weshalb Cindy Wiedmaiers Mutter Tina den Zweitschlüssel bringen musste. Als diese gerade in Rust eingetroffen war, kam vom Parkfundbüro die Nachricht vom abgegebenen Autoschlüssel. „Tinas Fahrt war für die Katz, sorry Mama – bisch an Schatz“.

Zu Fuß schneller

Den Jungxellen war zugetragen worden, wie Unot-Wirtin Sandra für einen Gast rasch Preiselbeermarmelade mit dem BMW ihrer Bedienung Anita im nahe gelegenen Sulgener Aldi holen wollte. Schnell vom Einkaufen auf dem Parkplatz zurück, ließ sich das Auto trotz unzähligem Drücken auf der Fernbedienung nicht öffnen. Eine Frau klärte Sandra schließlich auf, dass dass ein BMW, der von einem Lieferwagen verdeckt sei, ständig blinke.

Auch Musikverein ist aktiv

Neben dem Sulgener und Schramberger Narrenmarsch sorgte der Musikverein Sulgen mit Hits wie Schwarzwaldmarie, Fischerin vom Bodensee und Rote Rosen für gute Stimmung der Schnurrbesucher.

Die Schnurrgruppen bei der Hof AG in Sulgen

Heuwies-Plus-GmbH:
 Harry Hurtz, Ulrike Pfaff und Martin Moosmann.

Bittlose:
Hendrik Noder, Frank Gebele und Martin Kläger.

Jungxellen: 
Jürgen Pfaff, Andreas Bantle, Thorsten Hölz und Jörg Irion.

Start-up-Schnurrer:
Elke Seckinger, Simone Fader und Guido Neudeck.

Lachhosen
Marcel Hauser, Oliver Hartel, Sina Spitz, Moritz Allgaier-Burri, Kai Faßbinder und Ina Hartel.