Acht Gruppen werden in Haslach dabei sein – eine weniger als ursprünglich geplant. Foto: Reinhard

Es ist offiziell: Aufgrund der Bundestagswahlen am 23. Februar werden die Haslacher Narren in der kommenden Fastnacht zum ersten Mal an einem Samstag schnurren. Der neue Termin am 22. Februar ist aber nicht ganz unproblematisch.

Dass die Bundestagswahlen am 23. Februar stattfinden, stellt die Kinzigtäler Narren vor ein Problem: Dieser Sonntag war eigentlich als Schnurrsonntag geplant. Wie berichtet überlegten die Haslacher Narren aufgrund dieser Terminkollision, ihre Schnurren auf den Samstag vor der Wahl zu verlegen. Wie Schnurr- und Zunftmeister Manuel Seitz auf Anfrage unserer Redaktion nun berichtet, hätten die Schnurranten am Donnerstagabend ausführlich ihre Optionen erörtert. „Wir haben länger diskutiert, aber es hat sich schnell herausgestellt, dass es auf den Samstag hinausläuft“, so Seitz. Der Grund: Sehr viele der Schnurraten sind entweder in einer Stadtverwaltung oder sitzen im Gemeinderat und sind am Wahlsonntag dementsprechend zum Auszählen der Stimmen eingeteilt. „Mit einem Schnurren am Sonntag hätten wir auf viele Schnurranten und wahrscheinlich auch Zuschauer verzichten müssen. Die Auszählung beginnt ja um 18 Uhr“, so Seitz.

 

Ein Faktor, der ebenfalls eine Rolle gespielt habe, dass sich die Haslacher Schnurranten für Samstag ausgesprochen hätten, sei auch gewesen, dass die Haslacher schon länger mit dem Gedanken spielen, wie die Hausacher am Samstag zu schnurren. „Einige wollen das seit Jahren, aber die Abstimmungen dafür sind bisher immer knapp für den Sonntag ausgefallen“, erzählt Seitz. „Die Samstagsbefürworter haben dann auch gemeint, dass wir gar nicht lange nachdenken sollen, sondern es einfach machen sollen.“ Fastnacht sei Tradition, aber wenn sie die Umstände änderten, würden sie nicht auf Bestehendem beharren, mein der Schnurrmeister. Die Entscheidung für den Samstag geht aber nicht ohne Verluste einher: Das Gasthaus Blume habe laut Seitz bereits verkündet, dass es am Samstag keine Kapazitäten habe. Damit bleiben noch das Clubhaus, in Vino Veritas, Aiple, Raben, Grüner Baum, Schlosserkeller, Storchen und Ochsen.

Und auch eine Schnurrgruppe habe für Samstag leider absagen müssen: die um Holger Hättich. „Er ist ist im rheinländischen Langenfeld, wo er wohnt, mit seinem Mann zum Prinzenpaar ernannt worden und da am Samstag eingespannt“, berichtet Seitz. Prinz zu sein sei für das Leben eine einmalige Sache und dementsprechend habe der in Haslach aufgewachsene Hättich schweren Herzens das Schnurren abgesagt. „Jetzt sind es halt acht Gruppen, aber das passt“, fasst Seitz zusammen.

Storchentag

Ebenfalls am 22. Februar findet der Haslacher Storchentag statt. Laut Seitz habe Storchenvater Alois Krafczyk Kontakt zum ihm aufgenommen und ihn informiert, dass der Storchentag meistens um 16 Uhr zu Ende sei. „Wir kommen und da also nicht in die Quere“, so Seitz.