Unter dem Motto „Halbmeils Fasnet zum Verlieben“ verwandelten vier Schnurrgruppen sich das Dorfgemeinschaftshaus in eine Bühne voller Herzen.
Der Andrang beim Schnurren der Halbmeiler Narren war gewaltig – obwohl diesmal nur drei Schnurrgruppen unterwegs sein sollten. Aber zum Glück hatte Jochen Huber eine vierte Schnurrgruppe mit der Wolfacher Jungnarrenkapelle zusammengebastelt – mit Nahrung reichlich unterstützt von Christa Huber.
„Halbmeils Fasnet zum Verlieben, ein jeder schwebt auf Wolke sieben“ heißt das aktuelle Halbmeiler Fasnetsmotto – entsprechend war das Schnurrlokal im Dorfgemeinschaftshaus geschmückt: Mit vielen leuchtend roten Herzen, einer mit Wolken eingerahmten Bühne und einer riesigen Sieben.
Drei offizielle und eine „inoffizielle“ Gruppe waren unterwegs
„Unsre Uhr hat Schnurre g’schlage“ tönte es und die „Drei vom Berg“ marschierten ein. Mit Gesang und mit silberhellen Stimmen predigten Felicitas und Ivo Reinberger sowie Matze Kern Entspannung pur und verkündeten die Mär vom verunglückten Vögelchen im Fallrohr: „Vogelmord im Dorf – was habt ihr bloß getan.“ Von einer „Murmelbahn im Kopf“ war Rede und Gesang, von Linus’ Schlüssel- und Klamottenproblemen und von Celines „vielschichtigen Schwächen“.
Als „inoffizielle Schnurrgruppe“ kreuzte laut und zehn Mann stark die „Wolfacher Musik“ auf und animierte zu wildem Schunkeln. Jochen Huber gab Anekdoten zum Besten, etwa zur tierischen Sportplatz- Rasenpflege mit punktuellem Dünger. Mit der „Schwarzwaldmarie“ wurde die Endlos-Warteschleife aller Fasnet-Hits eingeleitet einschließlich dem Partisanenlied „Bella Ciao“.
„Die Vorständer“ vom TuS, Olli Kiefer und Lucas Bächle, hatten ihre eigene, fahrbare Musik dabei und versprachen feierlich, nicht mehr so vulgär zu sein wie letztes Jahr. Sie schnurrten munter und so gar nicht unvulgär drauflos über einen, der alles anfängt und nichts zu Ende bringt und am Ende Polizist wird, über einen „portugeilen“ Portugal-Urlaub mit vergessener Pinnummer und machten unwiderstehliche Vorschläge über die Zukunft des „Löwen“, etwa als Döner „La TuSkana“ oder nach dem Vorbild des Halbmeiler Lädeles als „Halbmeiler Wirtshäusle“.
Mit zwölf Mann brachen zum Schluss die „Halbmeiler Halunken“ über die Narren herein und füllten den Raum mit ohrenbetäubenden Klängen. Katharina und Steffen Hettig sowie Magnus Harter schnurrten über nicht zufriedenstellende Bedeckung nach dem Duschen oder über ein asthmatisches Pferd, das in der Meeresluft seiner Sommerfrische sämtliche Stuten verrückt machte – bis es an die Stute vom Boss geriet. Ohrenbetäubend, wie sie gekommen waren, verschwanden die „Halbmeiler Halunken“ wieder.
Halbmeiler Narrem
Die Narrenzunft Halbmeil hat für den heutigen Donnerstag ein volles Programm. Unter anderem findet die Schülerbefreiung an der Herlinsbachschule und die Elfemess statt.