Die Akteure der Hecke-Pfiefer-Schnorrer und Musikanten stellen sich zum Gruppenbild auf. Foto: Lothar Herzog

Wenn drei Autos in einer Familie den TÜV überziehen, ein Elektromeister die Batterie falsch einbaut und ein Esel an der Theke steht, dann wissen das in Eschbronn die Schnorrer.

Das Schnorren der Locherhofer Narrengilde Hecke-Pfiefer hat die Zuhörer wieder in den Bann gezogen. Da blieb in vier Stunden bester Unterhaltung kaum ein Auge trocken und fast nichts verborgen.

 

Lichtputzscher Peter Rapp rügte auf seiner Karikatur den Abbruch des Ketterer-Areals, das jetzt schlimm aussähe. „Man kommt sich vor wie in den Slums oder in der Goss, da ist der Meierhof in Lauterbach ein richtiges Schloss“. Auch für eine Lampe in der Halle sei kein Geld mehr da. „Wenn das so weiter geht, ist die Differenz der Subtraktion, aus zwei macht keins“, folgerte Rapp hinsichtlich des neuen Gemeindelogos.

Abwechselnd lustige Geschichten und Oberkrainermusik gab es von den „Heimathelden“. Nach „Schwarzwaldmarie“ und „Rosamunde“ berichtete Jule Fichter von der Schräglage von Silke Staiger. Die Musikerin hatte für die Fahrt zu einem Konzert bequeme Turnschuhe getragen. Beim Schuhwechsel fürs Konzert stellte sich jedoch heraus, dass diese verschiedene Absatzhöhen hatten.

Kräftig Punkte gesammelt

Frank Rapp plauderte aus, wie eine Familie Flaig kräftig Flensburg-Punkte sammelte. Nicht nur die Autos der Töchter hatten den TÜV ein halbes Jahr überzogen, sondern auch das des Vaters.

Ins Auge des Esels geblickt

Die „Obere Bläre“ mit Sabine Coraci, Silke Staiger, Clemens Hauser, Michaela Bochinger-Rapp und Simone Westphal schnorrten durchweg singend, wofür Coraci beim Reimen und Einfügen in bekannte Melodien viel Aufwand betrieben hatte.

Sie trällerten von einem fast austickenden Gerhard Jäckle. Der war mit seiner Frau in der Hütte des OGV. Nachdem er an der Theke zwei Kaffee bestellte, umdrehte und sich zum Tisch gehen wollte, sah ihm plötzlich der Esel von Christoph Meier ins Auge, den dieser zum Fest mitgenommen hatte.

Batterie klemmt

Nochmals Musik und Schnorren servierte die Dätschmusik mit Sven Neuschwender. Er hatte herausgefunden, dass Elektromeister Jürgen Ratz für das Moped seiner Frau in einem Motorradshop eine neue Batterie kaufte. Beim Einbau stellte er fest, dass es die Falsche war. Ratz reklamierte dann noch ein weiteres Mal, weil die Batterie sich einfach nicht einbauen ließ. Auf gesandten Bildern erkannte der Mann vom Motorradshop den Fehler: „Die Batterie einfach mal andersherum reinstellen“ war die Lösung.

Malheur mit dem Gebiss

Den Schnorrern Janina Kaucher, Mike Schwenk, Volker Kopp und Michael Sturm war beim Schnorren 2025 nicht entgangen, dass Thomas Bösinger als „Horst Schlämmer“ verkleidet unter den Besuchern weilte.

Er knutschte im Laufe des Abends viele Frauen ab und zu später Stunde auch fast jemand am Pissoir. Allerdings fiel ihm beim Versuch das Gebiss ins volle Urinal. „Der Bösi holte es ganz schnell heraus und schob es wieder in den Mund, damit es nicht zu unangenehmen Rückfragen kommt“, behaupteten die Schnorrer.