Zum feurigen Jubiläum der Schnupfelfinger gab es nicht nur ein süßes „Schramboli“-Tier, auch Salamander waren beim Tanz zu bewundern.
„Ich kann euch versprechen, davon werdet ihr noch euren Enkeln erzählen“, schwor Thomas Kuhner die närrische Gemeinde gleich zu Beginn des Balls der Schnupfelfinger Schnoogedatscher in der Szene 64 ein.
Die Vorfreude sei bei Beteiligten und Nahestehenden riesig gewesen – und dementsprechend schnell waren auch alle Karten weg.
Diese Freude transportieren zum Auftakt die „Mauldäschle“ mit einigen musikalischen Klassikern direkt ins Publikum. Traditionell blieb auch die Einführung ins Brauchtum, die seit dem ersten Ball 2008 von Ortspatron Hans (Jürgen Kern), der den ersten Schnoogadatscher erfand, praktiziert wird und vom Einmarsch der Zunft gekrönt wird.
Ebenfalls etabliert - der Poetry Slam von Yasmin Hettich. Ihr Thema: Die Farbe des Jahres – weiß. Alles wird eintöniger. Dagegen erscheinen Ideen wie Konfettiregen. Die Message: Steht gemeinsam drunter und macht unser aller Leben bunter! Ganz in diesem Sinne hatten die Zunft-Kinder das Transparent im Hintergrund gestaltet.
Die Dramatik stieg „aus jedre Schnoog an Elefant“, mit dem eigentlichen Motto des Balls: „Süßes Tier im Winterquartier“.
Mit „Bloß schnell weg, Salamander“ besang in vertrauter Stimme Sophie Kußberger die Flucht des Lurchi aus der Mauer in der Grünen-Baum-Kurven-Baustelle, bis hin zum sicheren Hafen im Rathaus bei OBine samt Hund. Dazu gab es sogar ein hollywoodreifes Salamander-Musikvideo.
Lustiger Rückblick
Ein weiteres traditionelles Element des Balls ist die Presseschau des 1. Schnupfelfinger Fernsehens, in der Kuhner satirisch auf die Highlights des vergangenen Jahres und darüber hinaus zurückblickt.
Mit Ina Bischof, Ines Faller-Langeneck, Katrin Mayer und Bea Letzin tanzten vier besonders possierliche Salamander elegantes Zunftballett.
Virtuose Akrobatik
Außerdem fest im Programm verankert – die Präsentation der jährlich neuen Postkarte. Zunftarchivar Carsten Kohlmann präsentierte wie ein stolzer Vater das Jubiläumsmodells und beleuchtete spannend die sich darum rankenden Hintergründe.
Danach wurde der Ball, oder vielmehr die Bälle für virtuose Akrobatik an die Schnupfelfinger Sportgruppe, bestehend aus Torsten Hettich, Tobias Mettmann und Michael Günter weitergereicht.
Poesie im Städtle
Weniger sportlich dafür im Geiste fordernd, gestaltete sich die „Schaufensterlyrik“. Poesie zum durchs durchs Städtle flanieren und verliebt seufzen. Diese erreichte ungekannte Höhen mit dem zackigen Rap um Rhein-Anrainer Reiner, dem der Schnoogadatscher geklaut wurde, und der sogar die Fantastischen Vier hätte erblassen lassen.
Maskottchen vorgestellt
Doch das Beste kam bekanntermaßen zum Schluss: Die Schnupfelfinger haben weder Kosten noch Mühen gescheut und das Maskottchen ihrer Partnerstadt, „Schramboli“, zum Leben erweckt und dieses in einem furiosen Musical vorgestellt. Wer es einmal zu offiziellem Zweck tragen möchte, durfte sich auf einer Liste eintragen.
Ausklang mit Happy Hiasls und Mauldäschles
Bei so viel Aufwand hätte die Danksagung von „Möglichmacher“ Thomas Kuhner einen eigenen Programmpunkt verdient. Zum Abschluss gab es eine Meet and Greet Selfie Runde mit Schramboli sowie den fröhlichen Party Ausklang mit den Happy Hiasls und Mauldäschles.