Tausende kleine und große Besucher ließen sich am Sonntag den Familientag im Kurpark nicht entgehen. Das enorme Interesse bestätigte: So ein Fest braucht die Stadt.
Damit durften sich die „Erfinder“, die Baugenossenschaft „Familienheim“ im Schulterschluss mit dem Städtischen Seniorenrat, nach dem nunmehr sechsten Familientag erneut bestätigt fühlen.
Das längst zu einer Gemeinschaftsveranstaltung mit zahlreichen Akteuren, auch der Stadt, Helfern und Sponsoren angewachsene Event könnte sich – schaut man auch auf die Nachfrage weiterer Mitwirkender – immer weiterentwickeln und größer werden. Längst wurde von Außenstehenden der Friedengrund als alternative Aktionsfläche ins Spiel gebracht. Doch davon wollen Sebastian Merkle, Geschäftsführer der federführenden Familienheim, und sein Orga-Team nichts wissen. Der Kurpark müsse als „geschützter Ort“ für die vielen Kinder beim Familientag erhalten bleiben und auf diese Weise einmal im Jahr mit Leben gefüllt werden, sagt Merkle.
Oberbürgermeister Jürgen Roth ließ es sich nicht nehmen, den Familientag zu eröffnen, dankte denen, die ihn möglich machen und freute sich mit allen, die einen Tag voller Spaß – und das für wenig Geld – erlebten. Außer für die Verpflegung mussten nämlich keine elterlichen Geldbeutel gezückt werden. Die Stadtwerke VS sorgten mit ihrer direkten Anbindung zur Trinkwasserleitung sogar für ein kostenloses Getränk. Das konnte sich jeder und jede sogar in eine Gratis-Trinkflasche einfüllen lassen.
Zahlreiche Aktionen
Durst entstand nämlich auf jeden Fall bei der von der Familienheim ausgelobten Schnitzeljagd, die an die 16 Spiel-, Bastel- und Wissensstationen führte. Schon nach zwei Stunden waren die 700 Spielbögen vergriffen, wurden aber gleich nachgeliefert.
Sich so lange wie möglich auf einem Bullen halten, beim Jugendrotkreuz die Notfallnummer 112 aufsagen, eine Gummiente im Gerätekraftwagen des Technischen Hilfswerks finden, Mandala malen oder Armbänder knüpfen bei der Katholischen jungen Gemeinde, beim Turnverein St. Georgen Tore schießen und in der Kettcar-Fahrschule einen Parcours bewältigen, waren Aufgaben, die nicht nur den Kindern Vergnügen bereiteten.
Beim Roten Kreuz konnte man sich zudem zeigen lassen, wie ein Verband angelegt wird, wie aus einem Einmalhandschuh ein Elefant entsteht und wie die Hundestaffel arbeitet. Jonglieren und balancieren waren beim Turnverein Villingen gefragt und bei der Werkboxx durfte man Brandmalerei und eine Farbschleuder ausprobieren.
Stadtführer sind auch dabei
Zum ersten Mal dabei waren die Stadtführer der Stadt. Roland Brauner war als Romäus anzutreffen und Henry Greif in Doppelfunktion – auch als Clown „Enrico“. Höchst beliebt waren die mit Helium gefüllten Schmetterlingsballone, die es gratis am Stand der Stadtwerke gab und die von der Fotobox der Familienheim sofort ausgegebenen Familienfotos sowie die vor Ort gebauten Vogelhäuschen.
Derweil gaben sich in der Konzertmuschel die Tanzschule Gramlich, der Zirkus Confetti sowie die Rope Skipper des TV Villingen, die Chöre des Sängerkreises und die Combo „WG and Friends“ die Klinke in die Hand und umrahmten den Familientag, für den glücklicherweise die immer wieder durchziehenden Regenwolken dicht blieben.