Im Oberen Gaistal in Bad Herrenalb wurden die Arbeiten rund um den Glasfaserausbau bereits im Dezember abgeschlossen. Doch einige Anwohner beschweren sich über den geringen Informationsfluss, wie es denn seitdem weitergeht.
Im Dezember 2022 wurden die langwierigen Bauarbeiten rund um den Breitbandausbau im Oberen Gaistal in Bad Herrenalb abgeschlossen. Viele Anwohner hatten sich in der Vergangenheit schon oft über langsames Internet in der Siebentälerstadt beschwert. Dementsprechend groß war die Freude, als im Oberen Gaistal der Glasfaserausbau im Februar 2022 begann.
Doch schlussendlich war die Begeisterung bei so manchem Anwohner vorbei, als nach Abschluss der Bauarbeiten die Informationen ausblieben. „Wie kommen wir denn an das schnelle Internet?“, war die Frage der Fragen.
Im Januar hatte unsere Redaktion bereits bei der Stadt nachgefragt, doch die Auskunft vonseiten Stadt und dem Anschlussanbieter Inexio scheinen wohl nicht ausreichend gewesen zu sein.
Muss erst ein Hausanschluss gebaut werden? Wie ist es mit meinem alten Vertrag? Wie komme ich zu Inexio? Woher bekomme ich die nötigen Informationen?
Inexio und die Stadt erklärten jetzt auf Nachfrage unserer Redaktion, wie die Bad Herrenalber Bürger am besten an Informationen und damit noch schneller an das schnelle Internet kommen.
Wie ist die aktuelle Situation im Oberen Gaistal? Bei dem Breitbandausbau handelt es sich um ein Förderprojekt, das von der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH realisiert wurde, erklärt Inexios Pressesprecher Thomas Schommer.
Während der Bauarbeiten des Glasfasernetzes gab es die Möglichkeit für Anwohner, sich für einen Hausanschluss zu entscheiden. „Von 92 ausgeschriebenen möglichen Hausanschlüssen haben sich 82 Eigentümer für einen Glasfaseranschluss entschieden“, führt Schommer aus.
Durch den Ausbau des Glasfasernetzes im Oberen Gaistal sorgte die Stadt für die nötige Infrastruktur für die Bürger, um an schnelles Internet zu kommen, erläutert Christian Siebje, Pressesprecher der Stadt. Diese wurde an den Betreiber Inexio vermietet.
Wie können Anwohner das Glasfasernetz nutzen? Um das Glasfasernetz zu nutzen und somit schnelleres Internet zu bekommen, müssen Anwohner einen Vertrag mit Inexio abschließen. Da die Stadt das Netz vermietet, kann ein Anschluss „ausschließlich über Inexio gebucht werden“, betont Siebje. Die ersten Anschlüsse seien bereits in Betrieb, ergänzt Schommer. Diese Nutzer haben demnach bereits einen Vertrag mit Inexio abgeschlossen.
Hierfür muss entweder selbstständig der bereits bestehende Vertrag mit einer anderen Firm gekündigt werden – doch um die eigene Rufnummer zu behalten, rät Pressesprecher Schommer, „sollten die Kunden Inexio mit der Kündigung des Altvertrages beauftragen“.
Am einfachsten sei dies übrigens online oder telefonisch unter www.inexio.net oder 06831/9 35 10 31.
Wie geht es mit dem Breitbandausbau weiter? Als Nächstes seien die Höhenorte der Stadt an der Reihe. „Wichtig ist für die Bürger und Bürgerinnen sicherlich auch, dass uns weitere Fördergelder für den Breitbandausbau in den Höhenorten zugesagt wurden“, betont Siebje auf Anfrage unserer Redaktion. Es stehe zwar noch nicht genau fest, wann die Arbeiten beginnen oder ob zunächst nur einer, zwei oder alle drei Höhenorte angegangen werden. Laut der zuständigen Behörde soll allerdings noch in diesem Jahr die erste Ausschreibung für Bauarbeiten erfolgen, führt Siebje aus.