Am Dienstag fand der symbolische erste Spatenstich für das Ausbauprojekt „Erschließung Neubaugebiet Strangen II“ statt.
Für die Breitbanderschließung vom unteren Teil der Röntgenstraße bei der Helene-Mauthe-Kindertagesstätte bis zum Ende der Röntgenstraße seien knapp 100 Häuser in der Planung, erklärte Gerhard Radüchel vom Planungsbüro MRK Media aus München und betonte, dass jedes Haus einen „Punkt“ bekomme, ob ein Anschluss gewünscht sei oder nicht.
Heiko Zorn, technischer Projektleiter des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar-Kreis, berichtete, dass für den Bau rund 2700 Meter Kabelgraben, rund 7700 Meter Rohre und Rohrverbindungen sowie rund 10 000 Meter Glasfaser benötigt werden. Neben den Gebäuden, die an der Zuführungsstrecke der Röntgenstraße liegen, können auch die Grundstücke im Neubaugebiet Strangen II mit Glasfaser versorgt werden, so Zorn.
Gebäude an der Strecke können mitversorgt werden
Zum Baufortschritt berichtete der technische Leiter, dass bisher die Röntgenstraße und Eschelen für die Breitbandversorgung ausgebaut wurden. „Wenn das Wetter mitspielt, werden wir bis zum 15. Dezember ein gutes Stück geschafft haben“, kündigte Heiko Zorn an. Von den Temperaturen hänge auch das Einblasen der Kabel ab, sagte Zorn. „Bis alle Hausanschlüsse eingemessen sind, wird es Frühjahr“, so der technische Leiter.
Für den Ausbau wird eine Investitionssumme von rund 800 000 Euro benötigt. Dafür wurden ein Förderantrag beim Bund sowie beim Land Baden-Württemberg eingereicht und vorläufig bewilligt. Der Anteil der Förderung wird am Ende zwischen 30 Prozent, die die Kommune zu finanzieren hat, und 70 Prozent aus Landes- und Bundesmittel betragen.
Insgesamt gebe man für den Breitbandanschluss in Villingen-Schwenningen rund fünf Millionen Euro aus, sagte Oberbürgermeister Jürgen Roth. Er wünschte sich, dass die Bevölkerung die Glasfaseranschlüsse nutzen werde, die bald zur Verfügung stünden. In den vergangenen Jahren hat der Zweckverband eine Vielzahl von Ausbaumaßnahmen für Villingen-Schwenningen geplant, gebaut und in Betrieb genommen.
Einiges gemacht
So sind beispielsweise Schwenningen-Ost und der Anschluss bis zur Messe voll erschlossen. Ein großes Augenmerk legt man auf die Glasfaseranschlüsse bei den Schulen. Zur Zeit wird der Bereich um die Schulen am Deutenberg mit Breitbandanschluss ausgestattet. Hierzu zählen das Gymnasium und der Schulverbund am Deutenberg. Aber auch die Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium sowie die Gartenschule und Janusz-Korczak-Schule oder die Neckarschule in Schwenningen könnten ausbaufähige Bereiche sein.