Der Breitbandausbau in Oberkirnach schreitet voran. (Symbolbild) Foto: Helen Moser

Gute Nachrichten aus dem Ortschaftsrat Oberkirnach: Beim Breitbandausbau geht es gut voran.

In jüngster Sitzung des Ortschaftsrats Oberkirnach informierte ein sichtlich zufriedener Ortsvorsteher Franz Günter über den aktuellen Sachstand beim Breitbandausbau, der im Frühsommer startete.

 

Die Grabungen im Hagzinken und Reichenbach seien inzwischen abgeschlossen. Es seien bislang sechs Spülbohrungen erfolgt. Mittlerweile sitze die EGT „mit im Boot“, soll heißen, sie plane, ihre Freileitungen abzubauen und ins Erdreich zu verlegen. Durch Mitbenutzung der Breitband-Leerrohre könnten Grabungsarbeiten vermieden werden.

Im Bereich des Hochbehälters, etwa bis Sternen- und Kammererhöhe, verzögere sich das Graben, da die Aquavilla dort Arbeiten zur Wasserversorgung durchführen wolle. Man plane, die beiden Vorhaben zu koordinieren. Das hieße, so Günter, „nur einmal buddeln“.

Derzeit liefen die Arbeiten im oberen Teil des Kesselbergs. Insgesamt würden in Oberkirnach 24,5 Kilometer Kabelstrecke gegraben. Inzwischen seien 140 Anwesen bereit, sich an das Breitbandnetz anschließen zu lassen. Der Ortsvorsteher lobte die bislang tadellose Arbeit der Baufirma. Die beantragten Fördermittel stünden bereit. Zum Zeitplan sagte er, wenn es gut laufe und das Wetter mitspiele, könne im ersten Halbjahr 2026 mit dem Abschluss der Grabungsarbeiten gerechnet werden.

Netz wird zuverlässiger

In der Sitzung informierte Niklas Kunz, Mitarbeiter der EGT, über die erwähnte geplante Verlegung der Stromleitungen. Es gebe in Oberkirnach viele Freileitungen. Von denen wolle man sich trennen. Die EGT plane hier langfristig und zukunftsorientiert. Durch die Verlegung ins Erdreich und durch die Erneuerung der sechs Trafostationen werde das Netz künftig zuverlässiger und weniger störungsanfällig sein. Man erweitere zugleich auch bestehende Leitungskapazitäten.

Es sei geplant, möglichst die Leerrohre gemeinsam mit dem Breitband zu nutzen, um dadurch Arbeit und Kosten zu sparen. Die exakte Höhe der Investitionssumme stehe, so Kunz, noch nicht fest, aber „wir bewegen uns da sicherlich im Millionen-Euro-Bereich“. Es sei vorgesehen, die Arbeiten in 2026 und 2027 durchzuführen. Günter bezeichnete den Breitbandausbau und die Strom-Erdverkabelung als „Investitionen in die Zukunft“.

Des weiteren befasste sich das Gremium mit den Verfügungsmitteln für 2026. Nach Aussage des Ortsvorstehers stehen Oberkirnach hier 1400 Euro zu. Die Räte möchten unter anderem die Beleuchtungssituation im Außenbereich des Rathauses verbessern, drei neue Tische kaufen, eine neue Lampe im Treppenhaus einbauen lassen sowie weitere kleinere Unterhaltungsmaßnahmen im Rathaus durchführen.