Den symbolischen Spatenstich führen Breitband-Koordinator Rainer Jung, Franz Römisch (KTS Bauunternehmung), Ministerialdirektor Arndt Möser, Ortsvorsteher Georg Kaiser, Heiko Zorn vom Zweckverband, Katharina Manthey (Mitarbeiterin im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen) sowie Gerhard Radüchel als Vertreter des Planungsbüros MRK durch. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Ende Juni startete in Rohrbach der Breitbandausbau. Jetzt gab es den Spatenstich für ein Projekt, an das so mancher Rohrbacher fast schon nicht mehr glauben wollte.

Hohen Besuch aus Stuttgart konnte Breitband-Koordinator Rainer Jung begrüßen: Aus dem Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen war Ministerialdirektor Arndt Möser gemeinsam mit Katharina Manthey gekommen. Er sprach von einem Erfolgsmodell in Baden-Württemberg. Wenn man im Ländle etwas in die Hand nehme, begnüge man sich nicht mit der Zuschauerrolle, dann sei man vorn dabei. Seit 2016 habe man in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Bund bereits 5,23 Milliarden Euro an Förderungen investiert – „eine kluge Förderung“, sagte er. Normalerweise hätte er an diesem Tag eigentlich gerne den Förderbescheid mitgebracht, der allerdings liege bereits seit November vor.

 

Heiko Zorn vom Zweckverband dankte der Stadt Furtwangen. Die Kommunen seien immerhin für die Kofinanzierung zuständig.

Auf 23 Kilometern wird gegraben

23 Kilometer würden in Rohrbach gegraben, in diese Gräben kämen 80 Kilometer Leerrohre, in die dann wiederum 95 000 Laufmeter Glasfaser eingeblasen würden. Die Baufirma KTS sei dabei keine Unbekannte – mit dieser Firma habe man bereits etliche Projekte erarbeitet. Alle 173 Objekte in Rohrbach würden dabei Anschlüsse erhalten, 153 Eigentümer direkt angeschlossen, die restlichen 20 erhielten wenigstens eine Ablage. Das Bauvolumen betrage rund 4,2 Millionen Euro.

Viele Privatgrundstücke tangiert

Als nicht ganz einfach stellte Gerhard Radüchel als Vertreter des Planungsbüros MRK die Planung dar. Die Grabungen verliefen über zahlreiche Privatgrundstücke, viele Einwilligungen mussten eingeholt werden. Radüchel zeigte auch den Umfang der Erdarbeiten auf: 500 bis 600 Sattelzüge an Aushub müssten ausgetauscht werden.

Wenn jemand das Thema „weißer Fleck“ am eigenen Leib kennengelernt hat, dann Ortsvorsteher Georg Kaiser. Er stellte fest, dass der Ausbau für Rohrbach mehr als nötig sei. Er hoffe auf schnelle Durchführung der Maßnahme. Bald werde in der Ortsmitte ein Technikstandort (PoP, das bedeutet Point of Presence) aufgebaut, in dem alle Objekte des Dorfes und seiner Außenbereiche versorgt würden.