Der Breitbandausbau in Dormettingen befindet sich in den letzten Zügen.
Seit mehr als einem Jahr ist ganz Dormettingen eine Baustelle. Doch nun neigt sich das „Jahrhundertwerk“, wie Bürgermeister Anton Müller den Breitbandausbau in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bezeichnete, langsam aber sicher dem Ende entgegen. Bürger und Gewerbetreibende wird’s freuen – endlich können sie den Turbogang einlegen. „Es gibt dann keinen Haushalt mehr, der nicht mit mindestens 100 MB surft“, freute sich der Schultes. Dormettingen sei eine von wenigen Gemeinden in Baden-Württemberg, die diese Geschwindigkeit in geschlossener Ortslage vorweisen könne.
Parallel wird Glasfaser eingeblasen
Aktuell laufen noch Arbeiten in der Langen Gasse und im Kindergartenweg. Parallel wird schon in anderen Straßen das Glasfaser eingeblasen. Und auch die neuen Kabelverzweigerkästen kommen nach und nach. Laut Bürgermeister ist die beauftragte Firma bestrebt, die gesamte Maßnahmen bis Mitte Mai abzuschließen – wenn denn das Wetter mitmacht. Wegen des Wintereinbruchs ist es aktuell nicht möglich, die Deckschichten wieder einzubauen. Dafür muss die Temperatur auf konstant über fünf Grad steigen.
Schäden blieben nicht aus
Schäden – unter anderem an Stromkabeln – blieben während der Bauarbeiten nicht aus. „Ich mache deshalb sieben Kreuze im Kalender, wenn alles fertig ist“, betonte Müller. Dann werde auch noch die Kehrmaschine durch den Ort fahren.
Dormettingen gibt für den Ausbau des Breitbandnetzes rund 1,78 Millionen Euro aus. Geld steht dafür aus dem „Graue-Flecken-Förderprogramm“ des Bundes zur Verfügung. Trotzdem bleiben an der Gemeinde Kosten von bis zu 400 000 Euro hängen.