Am Wochenende droht in Freudenstadt ein Schneesturm. Worauf müssen Autofahrer achten? Und welche Gefahr geht von Schneeverwehungen aus? Unsere Redaktion hat nachgefragt.
Dass es in Freudenstadt viel schneit, ist keine Seltenheit. Dementsprechend wissen die meisten einheimischen Autofahrer, wie sie ihr Fahrzeug sicher durch die Winterlandschaft steuern.
Doch für das Wochenende ist ein Wetterereignis angekündigt, das selbst in den Hochlagen des Schwarzwalds eher selten ist: ein Schneesturm. Unsere Redaktion hat daher beim ADAC nachgefragt, worauf Autofahrer in einem Schneesturm achten müssen und welche Gefahren mit einem solchen Wetterereignis verbunden sind.
„Bei einem Schneesturm können starker Schneefall und aufgewirbelter Schnee die Sichtweite auf wenige Meter senken“, schreibt Julian Häußler vom ADAC. Daher gelte für Autofahrer: „Ist die Sichtweite bei Schneefall geringer als 50 Meter, darf nicht schneller als 50 Stundenkilometer gefahren werden.“ Auch sollten Autofahrer die Beleuchtung ihres Fahrzeugs vorab prüfen.
Gefahr durch Schneewehen
Auch müsse bei einem Schneesturm damit gerechnet werden, dass sich die Straßenverhältnisse abrupt verschlechtern. „Die lockere Schneedecke kann innerhalb kurzer Zeit wieder auf die Fahrbahn wehen und selbst gut geräumte Strecken schnell wieder unpassierbar machen“, so Häußler. Sprich: Es kann zu Schneeverwehungen kommen.
„Die Gefahr für Schneeverwehungen ist vor allem auf offenen Flächen hoch, wo es keine Hindernisse wie Bäume für den Wind gibt“, erklärt Häußler. „Dazu gehören beispielsweise Landstraßen, die direkt an Felder grenzen.“ Auch deshalb sei es wichtig, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Denn: Schneeverwehungen könne man häufig nur schwer erkennen.
Doch was passiert, wenn ein Autofahrer zu schnell unterwegs ist und mit hoher Geschwindigkeit in eine Schneewehe gerät? Das hänge von verschiedenen Faktoren wie Schneemenge, Fahrgeschwindigkeit und Straßensituation ab, meint Häußler.
„Fährt man mit dem Auto in eine Schneeverwehung, kann es abhängig von der Geschwindigkeit zu Schäden an der Fahrzeugfront und am Unterboden kommen“, erklärt der ADAC-Sprecher. Und noch schlimmer: „Je nach Schneemenge kann das Auto ins Schleudern geraten oder sogar feststecken.“
Doch nicht nur dadurch können Schneeverwehungen gefährlich werden. Denn auch Fahrspuren, Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder könnten durch verwehten Schnee verdeckt werden. Das könne Autofahrern die Orientierung erschweren, warnt Häußler.
Auf Staus vorbereiten
Auch sollten sich Autofahrer für den Fall vorbereiten, dass sie in einen durch blockierte Straßen verursachten Stau geraten. „Um für längere Wartezeiten im Schnee vorbereitet zu sein, sollte man Decken und warme Getränke mitnehmen“, empfiehlt der ADAC-Sprecher. „Auch eine Powerbank oder ein Ladekabel für das Handy ist ratsam, um im Notfall Hilfe rufen zu können.“ Auch solle man vor der Fahrt das Auto volltanken.
Und natürlich gelten auch in einem Schneesturm die allgemeinen Empfehlungen für das Fahren bei Eis und Schnee. Autofahrer sollten ausreichend Abstand halten und die Geschwindigkeit an die Witterungsverhältnisse anpassen.
Und der ADAC-Sprecher hat noch einen Tipp, was man tun kann, wenn die Räder durchdrehen: „Niedertouriges Fahren im hohen Gang erleichtert das Weiterkommen auf glatten Straßen – die Reifen bauen so einen besseren Grip auf.“ Wenn man also vor lauter Schnee und Eis nicht mehr vorwärts kommt, kann es helfen, einfach einen Gang höher zu schalten.