Ganz anders als in diesem Jahr herrschte im März 2006 ein Schneechaos. Unter anderem brach ein gewaltiger Ast der Robinsonbuche bei Kuhbach ab. Das THW Lahr blickt zurück.
Bei den aktuellen frühlingshaften Temperaturen ist es kaum vorstellbar, dass vor 20 Jahren in der Region ein Schneechaos herrschte. Zwei einsatzreiche Tage beschäftigten das Technische Hilfswerk (THW) damals rund um den Schönberg und Streitberg, die über Nacht sogar gesperrt werden mussten. Auch große Äste der Robinsonbuche in Kuhbach brachen unter der Schneelast ab und mussten beiseite geräumt werden. Der Ortsverband Lahr blickt nun in einer Pressemitteilung auf die Ereignisse vor 20 Jahren zurück.
Am 4. März 2006, einem Samstagabend, alarmierte das Polizeirevier Lahr gegen 18 Uhr die ehrenamtlichen Helfer des THWs zur Beseitigung eines umgestürzten Baumes nach Kappel. Er war unter der Schneelast zusammen gebrochen.
Die Helfer waren über die beiden Tage stark beschäftigt
Die nächste Einsatzstelle war dann ein in den Graben gerutschter Schneepflug am Streitberg. Er wurde mit Hilfe des Gerätekraftwagens (GKW) der ersten Bergungsgruppe mit all dessen Kraft sowie Schneeketten und Allradantrieb wieder zurück auf die Straße gebracht.
Die zweite Bergungsgruppe machte sich unterdessen auf eine Sichtungsfahrt über den Schönberg, um gegebenenfalls umsturzgefährdete Bäume zu fällen und von der Straße abgekommene Fahrzeuge zu bergen. Aus dem gleichen Grund waren die technischen Helfer in dieser Nacht auch mehrfach zur Landesstraße 103 zum Streitberg alarmiert worden. Sie veranlassten dort die Sperrung der Straße von Schweighausen hinauf zum ehemaligen Gasthaus Kreuz wegen akuter Schneebruch-Gefahr und übernahmen diese Aufgabe bis zum Eintreffen der Straßenmeisterei.
Die restliche Nacht verbrachte ein Teil der 18 eingesetzten Helfer in Bereitschaft in der Unterkunft auf dem Lahrer Flugplatz. Am Sonntagmorgen wurden acht der Einsatzkräfte auf den Schönberg gerufen, um dort große, abgebrochene Äste von der Straße zu räumen. Das THW entschied sich vor Ort aufgrund von Gefahr im Verzug auch für die Fällung eines Baumes am Straßenrand.
Abgebrochener Ast wurde mit Motorsäge und Seilwinde bearbeitet
Außerdem wurden sämtliche direkt über die B 415 hängenden Äste mit Hilfe einer Schaufel von ihrer Schneelast befreit, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung des THW-Ortsverbands weiter.
Der nächste und zugleich auch letzte Einsatzort dieses ereignisreichen Wochenendes war schließlich die Robinsonbuche in Kuhbach. Bei diesem Baum war nämlich ein gewaltiger Ast aufgrund der Schneelast und des Alters des Baumes auf die Straße gefallen und machte diese unpassierbar. Mit Motorsägen und einer Seilwinde wurde der große abgebrochene Ast in mehrere Stücke zersägt und die Gefahr beiseite geräumt.
Der Einsatz mit insgesamt fünf Fahrzeugen endete gegen 13 Uhr am Sonntag, heißt es in der Pressemitteilung des THWs abschließend.
Über das THW
Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit insgesamt rund 88 000 THW-Kräfte bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern.