Viele Bäume im Wald haben der großen Last bereits nicht mehr standgehalten. Foto: Landratsamt Freudenstadt

Bäume ächzen unter Last. Schadensbild noch unklar. Keine Entwarnung für Spaziergänger.

Die Schneefälle der vergangenen Tage könnten zu großen Problemen in den Waldgebieten der Region führen. Denn die Bäume ächzen unter der enormen Schneelast. Es besteht akute Schneebruchgefahr.

Kreis Freudenstadt - Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch völlig unklar, welche Folgen die teils massiven Schneefälle für den Wald im Landkreis Freudenstadt hätten, sagt Sabine Eisele, Pressesprecherin des Landkreises Freudenstadt. Erst wenn der Schnee wieder von den Bäumen runter ist, könnten die Mitarbeiter des Kreisforstamts sich selbst in den Wald begeben, um die Lage zu beurteilen.

Im Nationalpark Lage noch entspannt

Aus diesem Grund sei es momentan auch unklar, ob flächendeckende Schäden entstanden oder ob nur einzelne Bäume betroffen sind. Bereits am vergangenen Freitag hatte das Kreisforstamt die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Wald zu meiden und auf Waldbesuche am Wochenende zu verzichten.

Entwarnung gibt es diesbezüglich noch nicht, zumal durch die mildere Witterung und weitere Schneefälle der Schnee auf den Bäumen noch schwerer wird. Das Kreisforstamt bittet die Bevölkerung weiterhin, den Wald in Anbetracht der Gefahrenlage zu meiden und auf Besuche im Winterwald zu verzichten. "Die Warnung gilt so lange, bis der Schnee von den Bäumen runter ist", betont Eisele.

Auch Simon Stahl, Leiter des Forstbezirks Mittlerer Schwarzwald von Forst BW mit Sitz in Freudenstadt, weist darauf hin, dass es im Moment – selbst für die Forstarbeiter "schlichtweg zu gefährlich" sei, in den Wald zu gehen. "Es liegt so viel Schnee, dass man da gar nicht hineinkommt." Man müsse zunächst etwas abwarten, bis sich die Schneemenge im Wald verringert. Erst dann könne man über mögliche Schäden sprechen.

Bislang kein Schneebruch

Konkrete Fälle von Schneebruch habe es im Nationalpark Schwarzwald bislang nicht gegeben, sagt die stellvertretende Pressesprecherin des Nationalparks Schwarzwald, Franziska Lemoine. Dennoch weist der Nationalpark auf seiner Homepage darauf hin, dass es zu Baumbruch kommen kann, wenn Stürme oder Eisregen und Schneefälle besonders stark sind. Dann könne es auch für den Menschen gefährlich werden. Der Nationalpark rät, sich vor einem Besuch zu informieren, ob Gefahr besteht oder die Wege geöffnet und die Loipen gespurt sind.  Informationen zu Wander-, Schneeschuhwegen und Loipen und zum richtigen Verhalten im Schutzgebiet gibt es im Nationalparkzentrum am Ruhestein und auf der Webseite www.nationalpark-schwarzwald.de.

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