Der plötzliche Wintereinbruch in der Nacht zum Samstag hat uns nicht nur malerisch-verschneite Landschaften in Stuttgart und der Region beschert, sondern auch wieder für unzählige Unfälle mit Personen- und Blechschäden gesorgt. In der Region waren Polizei und Feuerwehr im Einsatz. (Archivbild) Foto: dpa

Der plötzliche Wintereinbruch in der Nacht zum Samstag sorgte vor allem im Kreis Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis für unzählige Unfälle mit Personen- und Blechschäden - ein Überblick.

Stuttgart - Der plötzliche Wintereinbruch in der Nacht zum Samstag hat uns nicht nur malerisch-verschneite Landschaften in Stuttgart und der Region beschert, sondern auch wieder für unzählige Unfälle mit Personen- und Blechschäden gesorgt. In der Region waren Polizei und Feuerwehr im Einsatz.

Kreis Ludwigsburg: Unfälle mit Personen- und Blechschäden

Im Kreis Ludwigsburg ist es durch den Wintereinbruch am späten Freitagabend beziehungsweise Samstagmorgen zu vier schweren Verkehrsunfällen gekommen, bei denen ein Gesamtsachschaden von mehr als 50.000 Euro entstand. Dies berichtet die Polizei.

Aufgrund schneeglatter Fahrbahn ereignete sich am späten Freitagabend auf der Landesstraße 1125 bei Vaihingen/Enz ein Unfall. Zwischen Kleinglattbach und der Bundesstraße 10 geriet der Anhänger eines 46-jährigen Lastwagenfahrers gegen 23.16 Uhr ins Rutschen, schwenkte nach links aus und kollidierte mit dem Citroen einer ebenfalls 46-Jährigen. Die Frau wurde bei dem Aufprall leicht verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt. Am Citroen entstand Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro, der Schaden am Anhänger beläuft sich auf etwa 7000 Euro. Die Landesstraße musste im Bereich der Unfallstelle für kurze Zeit komplett gesperrt werden.

Am Samstagmorgen gegen 6.49 Uhr kam ein 29 Jahre alter Skodafahrer auf der schneeglatten Landesstraße 1107 zwischen Waldorf und Weißenhof bei Löchgau in einer leichten Rechtskurve mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und stieß mit dem Mazda eines 65-Jährigen zusammen. Der 29-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt, der Mazdafahrer und seine 61 Jahre alte Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen. Alle drei wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro.

In Pleidelsheim waren neben der Schneeglätte auch Alkohol und nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursachen für einen Frontalzusammenstoß, der sich auf der Kreisstraße 1700 ereignete. Gegen 7.10 Uhr geriet ein 19-jähriger VW-Fahrer, der auf dem Weg nach Mundelsheim war, kurz nach Ortsende Pleidelsheim ins Schleudern und krachte mit dem ihm entgegenkommenden Opel eines 50 Jahre alten Mannes zusammen. Der Opelfahrer wurde dabei leicht verletzt. Der 19-jährige Unfallverursacher, er erheblich unter Alkoholeinfluss stand, musste sowohl eine Blutprobe als auch seinen Führerschein abgeben. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf zirka 8000 Euro.

Beim Ausweichen verlor ein 23 Jahre alter Opelfahrer gegen 11.08 Uhr auf der eisglatten Fahrbahn der Kreisstraße 1627 bei Kirchheim am Neckar die Kontrolle über sein Fahrzeug und verletzt sich leicht. Zuvor war ein bislang unbekannter Lastwagenfahrer, der von Kirchheim in Richtung Meimsheim unterwegs war, vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit etwa einen Meter weit auf die Gegenfahrbahn geraten. Der 23-Jährige versuchte noch auszuweichen, verlor witterungsbedingt allerdings die Kontrolle über seinen Opel, kam nach links von der Straße ab und blieb an einem Hang neben der Fahrbahn stehen. Ein dem Opel folgender Autofahrer konnte dem Lastwagen noch rechtzeitig ausweichen. Als er bemerkte, dass der Lkw-Fahrer einfach weiterfuhr, wendete er und verfolgte diesen. Im Bereich der Abzweigung nach Brackenheim verlor er den Flüchtenden, einen grauen Lkw mit blauem Kranaufbau, aus den Augen. Der Unbekannte dürfte seine Fahrt in Richtung Lauffen am Neckar fortgesetzt haben. Am Opel des Geschädigten entstand ein Schaden von rund 3000 Euro. Zeugen des Unfalls oder Personen, die Hinweise zu dem flüchtigen Lastwagenfahrer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07142/4050 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Rems-Murr-Kreis: Unzählige Unfälle auf glatten Straßen

Im Rems-Murr-Kreis krachte es im Laufe des Samstags besonders häufig. Blieb es im Kreis Ludwigsburg zumeist bei Blechschäden beziehungsweise leichten Verletzungen, waren im Rems-Murr-Kreis Polizeiangaben zufolge auch drei Schwerverletzte zu beklagen. Auch bei den Unfällen im Rems-Murr-Kreis entstand Gesamtsachschaden von mehr als 50.000 Euro.

Eine 19 Jahre alte Opelfahrerin kam aufgrund der Schneeglätte auf der Bundesstraße 14 bei Korb am Samstagmorgen gegen 7.48 Uhr beim Wechseln von der Beschleunigungsspur auf die B14 ins Schleudern und kollidierte mit dem Lastwagen eines 48-Jährigen. Nach dem Zusammenstoß prallte die junge Frau zuerst noch gegen die linke Leitplanke und anschließend gegen die rechte Leitplanke. Am Opel entstand Sachschaden in Höhe von rund 5000 Euro, am Lkw Schaden in Höhe von etwa 1000 Euro.

Gegen 9 Uhr kam eine 28 Jahre alte Mazdafahrerin auf der schneeglatten Landesstraße 1150 bei Schorndorf ins Schleudern, als sie von Welzheim in Richtung Haubersbronn fuhr. Sie prallte zuerst nach rechts in die Leitplanke, dann fuhr sie nach links in ein Grundstück. Bei dem Unfall wurde die 28-Jährige leicht verletzt. Am Mazda entstand Sachschaden in Höhe von etwa 4000 Euro, der Schaden an der Leitplanke beträgt zirka 1000 Euro.

An der Anschlussstelle Fellbach-Süd auf der Bundesstraße 14 bei Fellbach kam eine 23-jährige Toyotafahrerin gegen 9.40 Uhr ins Schleudern und rutschte quer über die Fahrbahn nach links. Dort prallte sie gegen die Betonmauer einer Brücke. Am Toyota entstand Sachschaden in Höhe von zirka 2000 Euro.

Gegen 9.50 Uhr rutschte eine 25 Jahre alte Mercedesfahrerin auf der Landesstraße 1225 bei Schorndorf in den Grünstreifen. Als sie auf dem eisglatten Untergrund gegenlenkte, verlor sie die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen den Anhänger eines entgegenkommenden 40-Jährigen. Auf dem Anhänger befand sich ein Motorrad. Den Schaden am Anhänger und am Motorrad beziffert die Polizei auf etwa 2000 Euro, den Schaden am Mercedes auf etwa 4000 Euro.

Weitaus schlimmer endete ein witterungsbedingter Unfall, der sich um 10.27 Uhr auf der Kreisstraße 1850 bei Schwaikheim ereignete. Ein 27 Jahre alter Fordfahrer war auf der Kreisstraße in Richtung Schwaikheim unterwegs. In einer Rechtskurve kam er wegen Schneeglätte und nicht angepasster Geschwindigkeit nach links und kollidierte dort mit dem entgegenkommenden Seat einer 28-Jährigen. Eine 38 Jahre alte VW-Fahrerin, die ebenfalls in Richtung Schwaikheim unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte in das Heck des Ford. Der Seat wurde in den rechten Graben geschleudert, der VW in den linken. Der Ford blieb auf der Fahrbahn stehen. Der 27-jährige Fordfahrer und sein 24 Jahre alter Beifahrer, der nicht angeschnallt war, wurden schwer verletzt. Die 28 Jahre alte Seatfahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt. Lediglich die 38-jährige VW-Fahrerin blieb unverletzt. Die schwer verletzten Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Am Ford entstand Totalschaden in Höhe von etwa 5000 Euro. Den Schaden am Seat beziffert die Polizei mit zirka 10.000 Euro. Der Sachschaden am VW beläuft sich auf rund 4000 Euro. Alle drei Unfallfahrzeuge wurden abgeschleppt. Die Polizei sucht Zeugen zu dem Unfallhergang. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07195/ 6940 zu melden.

Eine 31 Jahre alte Opelfahrerin geriet gegen 10.51 Uhr auf der Kreisstraße 1897 bei Burgstetten auf den schneebedeckten Randstreifen. Beim Gegenlenken schleuderte ihr Opel auf die linke Fahrbahnseite. Ein entgegenkommender 63 Jahre alter VW-Fahrer erkannte die Situation und bremste sein Auto ab, der Opel rutschte jedoch trotzdem in den VW. Der Schaden am Opel beträgt rund 3500 Euro, der Schaden am VW etwa 3000 Euro.

Auf der Bundesstraße 14 bei Großerlach verlor eine 59 Jahre alte Skodafahrerin gegen 10.54 Uhr die Kontrolle über ihr Fahrzeug und rutschte auf schneeglatter Fahrbahn nach rechts von der Straße. Dabei wurde die 59-Jährige leicht verletzt. Am Skoda entstand Totalschaden in Höhe von rund 6000 Euro. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Gegen 12.18 Uhr kam eine 30 Jahre alte Fordfahrerin auf der Landesstraße 1140 bei Waiblingen vor einem Kreisverkehr mit den rechten Rädern auf den Schnee am Fahrbahnrand. Dadurch kam sie ins Schleudern und von der Fahrbahn ab. Sie prallte frontal gegen einen Erdwall, wodurch sich ihr Auto überschlug. Dabei wurde die Frau leicht verletzt. An Ford entstand Totalschaden in Höhe von rund 4500 Euro. 

Kreise Böblingen/Göppingen: Kaum witterungsbedingte Unfälle

In den Kreisen Böblingen, Göppingen und Esslingen hielten sich die witterungsbedingten Unfälle in Grenzen. Lediglich jeweils ein Unfall aus den Kreisen Böblingen und Göppingen wurde der Polizei gemeldet. Eine Person wurde laut Polizeiangaben dabei allerdings schwer verletzt.

In Leonberg (Kreis Böblingen) verunglückte ein 26-jähriger Citroenfahrer am Samstagmittag auf der Kreisstraße 1008 auf schneeglatter Fahrbahn und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Seine 21 Jahre alte Beifahrerin wurde leicht verletzt. Der junge Mann war gegen 11.22 Uhr auf der Kreisstraße von Warmbronn kommen in Richtung Frauenkreuz unterwegs. Auf der glatten Fahrbahn fuhr der 26-Jährige zu schnell und kam dadurch nach rechts von der Straße ab. Der Citroen landete daraufhin mit der Beifahrerseite im Grünstreifen. Der Fahrer musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden, die Beifahrerin erlitt mehrere Prellungen. An dem Citroen entstand Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro.

Eine 20 Jahre alte Opelfahrerin kam am Samstagnachmittag vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und überfrierender Nässe auf der Steinenkircheer Steige bei Böhmenkirch (Kreis Göppingen) von der Fahrbahn abgekommen und gegen die ansteigende Böschung gekracht. Wie die Polizei berichtet, versuchte die Fahrerin noch gegenzulenken, sie konnte den Aufprall allerdings nicht mehr verhindern. Das Auto drehte sich nach der Kollision um 180 Grad. Die 20-Jährige wurde nicht verletzt, der Sachschaden am Fahrzeug beträgt rund 1200 Euro. Außerdem muss die junge Frau für die aufwändige Bergung des Fahrzeugs aufkommen.

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