Auf mehreren Wegen in Marschalkenzimmern findet sich in letzter Zeit Schneckenkorn. Foto: Nädele

Es ist keine Entwarnung für Hundehalter in Sicht. Nachdem wir vergangene Woche bereits über die Schneckenkorn-Problematik in Marschalkenzimmern berichtet hatten, gab es auch in dieser Woche wieder Auftreten des Ungeziefervernichtungsmittels auf zahlreichen Wegen.

Dornhan-Marschalkenzimmern - Eine Leserin teilte uns mit. "Unglaublich. Es ist an den gleichen Stellen wie letzte Woche. Ich bin mir fast sicher, dass der Verursacher aus dem Ort kommen muss". Auch auf Facebook verlieren viele Hundefreunde langsam die Fassung. So schreibt ein User: "Man fragt sich echt, was bei so einem Menschen schief läuft. Hoffentlich erwischt den bald jemand".

Ein weiterer User macht einen Vorschlag, das Problem zu lösen. "Können vielleicht ein paar Leute ihre Wildtierkameras geschickt anbringen? Hätte ich eigentlich schon von der Polizei erwartet".

Proben im Labor geprüft

Ganz so einfach ist dies aber nicht, wie uns Dieter Popp von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz auf Nachfrage erklärt. "Für Videoaufnahmen gelten strengste Anordnungen. Da müssen absolut schwerwiegende Straftatbestände vorliegen". Die Polizei wurde am Mittwochmorgen kontaktiert und war vor Ort um Proben mitzunehmen. Im Labor der Abteilung Gewerbe/Umwelt (ehemals "Wirtschaftskontrolldienst") wird nun geprüft, ob die Substanz wie vermutet Schneckenkorn ist. Über mehrere hundert Meter seien die blauen Kügelchen verteilt gewesen. Die Beamten sind weiterhin dankbar über mögliche Hinweise. Auch die Stadt Dornhan bittet auf ihrer Homepage darum, Beobachtungen mitzuteilen.

Entlang der Feldwege sind nun teilweise Infoschilder der Stadt am Wegerand angebracht. Der genaue Wortlaut: "Achtung! Gefährliches Streugut – Gefahr für Mensch und Tier!". Bis das Problem gelöst ist, scheinen die Hundebesitzer also noch einige Nerven aufbringen zu müssen.