So schön geschmückt war die Wellingtonia-Tanne zuletzt im Jahr 2019. Quelle: Unbekannt

Auf den Anblick der Wellingtonia-Tanne im Lichterglanz müssen die Schmieheimer auch 2021 wieder verzichten. "Coronabedingt habe es an Helfern gefehlt", nannte Ortsvorsteher Michael Hartmann in der Ortschaftsratssitzung den Grund dafür.

Jahr für Jahr haben die Mitglieder der "IG Weihnachtsbaum Schmieheim" die prächtige Wellingtonia im Schlossgarten pünktlich zum ersten Advent mit Lichterketten geschmückt. Auf den Anblick des Mammutbaums im Lichterglanz müssen die Schmieheimer leider auch dieses Jahr wieder verzichten. "Coronabedingt habe es an Helfern gefehlt", nannte Ortsvorsteher Michael Hartmann in der Ortschaftsratssitzung den Grund dafür.

"Irgendwie war in diesem Jahr die Luft draußen", erklärte dann Hans-Martin Hartmann auf telefonische Nachfrage. Üblicherweise sind es mindestens zehn Männer aus der IG, die seit 2011 die Wellingtonia mit riesigen Lichterketten ausstatten. 2020 verboten die Corona-Kontaktbeschränkungen das Schmücken. Dass es auch dieses Jahr mit der Lichterkette nicht klappt, liegt laut IG-Organisator Hartmann auch in der langen Vorlaufzeit. Denn das Schmücken des Baums ist eigentlich der geringste Zeitaufwand.

Mit dem Schmücken sind etwa zehn Männer einen Tag lang beschäftigt. Im Vorfeld muss jedoch unter anderem noch der Kran organisiert und vor allem die Lichterketten geprüft werden. Mittlerweile sind die sechs Segmente, die mit Kabelbindern zu einem Rautenmuster verknüpft werden, zusammen 1,8 Kilometer lang; zwischen 12 000 und 15 000 Lichter müssen einzeln geprüft werden. Auf rund 100 Stunden veranschlagt Organisator Hartmann den Zeitaufwand. Wenn ein ganzes Segment ausgetauscht werden muss, können die Gesamtstunden für den Lichterglanz bis zu 300 betragen. In diesem Jahr haben ganz einfach die Leute gefehlt.

Auch der finanzielle Aufwand ist enorm: Zwischen 3500 und 4000 Euro muss die IG Weihnachtsbaum jedes Jahr aufwenden. "Allein der Kran kostet um die 2500 Euro", erklärt Hans-Martin Hartmann. Das Geld erwirtschaftet die IG mit Spendenaufrufen, von der Gemeinde gibt es 150 Euro Zuschuss.

Ortsvorsteher und Organisator hoffen nun, dass es mit der Aktion im kommenden Jahr wieder klappt. In diesem Jahr steht lediglich ein beleuchteter Weihnachtsbaum im Schlossgarten, ihn haben die Bauhofmitarbeiter in eine der Inseln vor der Ortsverwaltung gesetzt. Der ist mit seinen zehn, elf Metern nicht unbedingt vergleichbar mit der Wellingtonia, aber zusammen mit der übrigen Beleuchtung ums Schloss auch ein schöner Anblick.