Viel los war beim Schmiedefest am Museum Königshammer. Foto: Braun

Mit gutem Wetter und vielen Besuchern wurde die Dorfgemeinschaft Friedrichtstal beim Schmiedefest im Tal der Hämmer an Christi Himmelfahrt belohnt.

Baiersbronn-Friedrichstal - Detlef Feulner, einer der Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, freute sich über den Besucherandrang, auch schon beim Gottesdienst mit Musik des Posaunenchors Baiersbronn. Zur Mittagszeit war der Platz am Backhäusle gut gefüllt. Die Gäste wurden von den etwa 15 Helfern bewirtet. "Wir sind sehr froh, dass wir wieder unser Schmiedefest hier in Friedrichstal feiern können", sagte Feulner.

Auf großes Interesse stießen wieder die Schmiedevorführungen unter der Federführung von Christoph Wörner, ebenfalls einer der Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft. Zusammen mit Jürgen Pischulti und Kunstschmied Dieter Kaltenbach aus Wittlensweiler zeigte er, wie die Schmiedekunst vergangener Zeiten funktionierte. Staunend konnten die zahlreichen Schaulustigen beobachten, wie aus einem kleinen Stahlrohling durch Erhitzen und in vielen Arbeitsschritten am Ende ein Sensenblatt entstand. Geräuschvoll zog dabei das monotone Klopfen des großen Breithammers durch das Friedrichstal, entführte die Festgäste in vergangene Zeiten und machte die traditionsreiche Geschichte des Ortes lebendig.

Film gibt Einblicke

Neu war eine große Leinwand, auf der ein Film über die Sensenherstellung gezeigt wurde. Der eigens eingefügte Untertitel erklärte das Gezeigte. "Wir hoffen, dass wir zur Gartenschau das Museum noch vergrößern können. Denn wir möchten an verschiedenen Stationen zeigen, wie die Sensenfertigung erfolgte", sagte Christoph Wörner. Die Dorfgemeinschaft habe bereits gute Ideen für die Erweiterung des Museums. Ziel sei es, die Industriegeschichte erlebbar zu machen. "So etwas ist die ideale Ergänzung zur Glashütte und zum Hauff-Museum in der Gemeinde. Wir hoffen, dass die finanziellen Mittel da sind, um die Pläne zum Wohl aller zur Gartenschau zu verwirklichen", so Wörner.

Der Schriftführer der Dorfgemeinschaft, Harald Weber, konnte im Museum am Königshammer-Weiher viele Gäste begrüßen, darunter auch ausgewiesene Fachleute. Die historischen Dokumente und altertümlichen Werkzeuge der Ausstellung lockten die Gäste an. Eine Stempeluhr aus der alten Maschinenfabrik Braun in Klosterreichenbach ergänzt jetzt die Ausstellung. Weber kam auch mit vielen Besuchern ins Gespräch. An der Grube Sophia hatte Doris Egelhof einen kleinen Flohmarkt organisiert, und während des ganzen Tags herrschte reges Treiben.

Das nächste Schmiedefest wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr stattfinden, denn der Aufwand sei schon enorm, sagten die Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft. "Wir planen dafür mehrere Hocketsen, die nicht so aufwendig sind", so Feulner.

Im Rahmen des Schmiedefestes gab es noch eine kurze Ehrungsrunde für langjährige Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden dabei Alfred Weber, Heiner Tabbert, Monika Finkbeiner, Karlheinz Braun und Jürgen Braune ausgezeichnet.