Auf dem Firmengelände der J. Schmalz GmbH beginnen voraussichtlich am 12. Mai Corona-Impfungen. Foto: J. Schmalz GmbH

Modellprojekt: Beim Unternehmen Schmalz in GlattDie J. Schmalz GmbH nimmt am Pilotprojekt "Impfen im Mittelstand" teil, einer Initiative des Landessozialministeriums und der IHK. Voraussichtlich ab 12. Mai wird im Unternehmen unter betriebsärztlicher Aufsicht und in enger Abstimmung mit dem Landratsamt gegen Corona geimpft.

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Glatten - Ziel sei es, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die auf andere Unternehmen übertragen werden können, teilt die Firma Schmalz mit. "Wir haben schon sehr frühzeitig die Weichen für eine betriebliche Impfung gestellt und uns bemüht, an diesem Pilotprojekt teilnehmen zu können", wird der geschäftsführende Gesellschafter Kurt Schmalz darin zitiert. "Wir sind gut vorbereitet und freuen uns, einen weiteren Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung leisten zu können."

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Insgesamt wurden zwölf Unternehmen im Land für das Pilotprojekt "Impfen im Mittelstand" ausgewählt. Diese sollen detaillierte Erkenntnisse liefern, wie betriebliches Impfen in Zukunft möglichst flächendeckend und erfolgreich laufen kann.

"Das Impfen ist aus meiner Sicht das erfolgversprechendste Mittel, die Pandemie nachhaltig zu bekämpfen. Deshalb halte ich dieses Pilotprojekt für überaus zielführend", so Kurt Schmalz. "Und als Arbeitgeber sind wir natürlich gleichzeitig stolz, unseren Mitarbeitern diese Möglichkeit schon so früh anbieten zu können."

Auch der Landkreis Freudenstadt steht hinter dem Pilotprojekt. "Als Landrat bin ich sehr glücklich darüber, dass eines der Unternehmen unseres Landkreises vom Sozialministerium für den Kreis der Modellprojekte ausgewählt wurde", wird Klaus Michael Rückert in der Mitteilung zitiert.

IHK: wichtiger Schritt Richtung Normalität

"Die Impfung durch die Betriebsärzte ist ein weiterer wichtiger Baustein zu den bestehenden Strukturen der Impfzentren und Hausarztpraxen und hilft uns dabei, noch mehr Impfungen in die Fläche zu bringen – natürlich unter der Voraussetzung der steigenden Impfstoffmengen. Daher hoffe ich, dass das Land nun auch bald noch weiteren Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihren Mitarbeitenden ein Impfangebot zu unterbreiten", so Rückert.

Für die IHK Nordschwarzwald ist das Pilotprojekt ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. "Nur durch mehr und schnellere Impfungen können wir Gesellschaft und Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald wieder in einen normalen Zustand zurückführen – in dieser Ausnahmesituation müssen wir pragmatisch handeln und Impfungen im betrieblichen Kontext als dritte Säule der Pandemie-Bekämpfung ermöglichen", so Hauptgeschäftsführer Martin Keppler. "Die von Betriebsärzten in Modellversuchen wie bei der J. Schmalz GmbH gewonnenen Erkenntnisse können der gesamten Region nutzen. Wir dürfen keine Zeit verlieren."

Die freiwilligen Impfungen werden auf dem Firmengelände des Vakuum-Spezialisten stattfinden und von Betriebsarzt Andreas Kreidler vorgenommen. Voraussichtlich am 12. Mai sollen erste Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft werden. Details zum genauen Ablauf werden in den nächsten Tagen in Abstimmung der Beteiligten ausgearbeitet.

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